Viernheim

Handball TSV Amicitia-Herren bestreiten erstes Spiel der Badenliga-Saison in Wiesloch

Auftakt endet mit Unentschieden

Archivartikel

Viernheim.Punkt gewonnen oder Punkt verloren? Diese Frage beschäftigte die Viernheimer Handballer nach dem ersten Badenliga-Spiel der Saison 2020/21. Bei der TSG Wiesloch kamen die TSV-Amicitia-Herren zu einem 25:25-Unentschieden.

Nach dem 0:1 – Robin Unger hatte per Siebenmeter das erste Saisontor erzielt – blieb der TSV Amicitia zehn Minuten ohne weiteren Treffer. Die Viernheimer ließen beste Möglichkeiten wie zwei Konter ungenutzt. Statt die Führung auszubauen, lag man plötzlich mit 5:1 im Hintertreffen (11.). Viernheim konnte auch nach einer Auszeit nicht den nötigen Druck aufs gegnerische Tor aufbauen, spielte viel zu sehr in die Breite. Einzig Sven Walther machte Druck, obwohl er nach überstandener Verletzung erst eine Woche im Mannschaftstraining steht. Das Team von Christian Müller und Mirco Ritter konnte so zwar verkürzen und kam bis auf 11:10 heran, doch der Ausgleich wollte vor dem Seitenwechsel nicht fallen. In die Kabinen ging es mit einem 13:11-Rückstand, der noch alles offen ließ für die zweiten 30 Minuten.

In der zweiten Halbzeit gestalteten die Viernheimer die Partie viel druckvoller und erzielten in der 44. Minute durch Justus Mehl den verdienten Ausgleich (18:18). Dennis Hoffmann im Viernheimer Gehäuse zeigte zwar eine ansprechende Leistung, konnte aber auch etliche Tore von den Außenpositionen nicht verhindern, so dass es in den letzten 15 Minuten ein Wechselbad der Gefühle gab.

Beim Stand von 19:21 schien es, als habe der TSV Amicitia das Spiel gedreht. Doch wiederum konnte das Team nicht nachlegen, nach einem vergebenen Konter und dem Anschlusstreffer von Wiesloch im Gegenzug stand es 20:21. Die Gastgeber legten ihrerseits zwei Treffer zum 22:21 nach. Viernheim kämpfte weiter und ging mit 23:24 und 24:25 in Führung. Nach dem Ausgleich zum 25:25 und 41 Sekunden vor Schluss hatte der TSV Amicitia alle Trümpfe in der Hand.

Trainer Müller gab in der Auszeit klare Anweisungen. Die Taktik ging auf: Zwar wurde kein Tor erzielt, aber die Gastgeber handelten sich eine Zeitstrafe ein. Zwölf Sekunden waren noch zu spielen, da war Viernheim in Ballbesitz und in Überzahl und wollte den Sieg klar machen. Doch in der letzten Aktion verlor man den Ball, den sich Wiesloch eroberte. Justus Mehl verhinderte den schnellen Pass der Wieslocher, dafür gab es regelgerecht eine Rote Karte und einen Siebenmeter für die Gastgeber. Jetzt hatte Wiesloch den Vorteil, aber der Strafwurf ging über das Viernheimer Tor und es blieb beim Unentschieden, das dem Spielverlauf entspricht. Ob es nun ein gewonnener oder verlorene Punkt ist, darauf konnten sich die TSV-Amicitia-Handballer nicht einigen – verloren, weil die eigene Leistung nicht stimmte, gewonnen, weil Wiesloch den Sieg vergab.

TSV Amicitia: Patrick Koch, Dennis Hoffmann, Florian Rech, Jan Willner (4), Ronny Unger (3), Robin Unger (4/3), Justus Mehl (1), Tim Gröger (1), Sven Walther (6), Robin Helbig (1), Philipp Oswald und Ernst Mantek (5). su

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