Viernheim

St.-Hildegard-St.-Michael Eine 40-köpfige Reisegruppe erkundet eine Woche lang die ewige Stadt Rom / Ignatius Löckemann als geistlicher Begleiter

Ausflug in die Kirchengeschichte

Viernheim.Rom ist immer eine Reise wert – das sagten sich die 40 Teilnehmer der von St.-Hildegard-St.-Michael ausgeschriebenen Reise. Am frühen Morgen des Abreisetages versammelte sich die Gruppe in St. Michael, um den Segen zu empfangen. Jürgen Gutperle, als „Vor-Ort-Reiseleiter“ überprüfte zum ersten von vielen Malen die Vollzähligkeit der Gruppe, bevor sie sich per Bus auf zum Frankfurter Flughafen machte, wo zur Freude aller bereits Ignatius Löckemann als der geistliche Betreuer der Reise wartete, um die Gruppe nach Rom zu begleiten.

Nachdem alle Formalitäten erledigt, die langen Wege bewältigt und das richtige Gate gefunden war, konnte der Flug bei herrlichem Wetter starten. Am römischen Flughafen erwarteten Reiseführerin Valentina und Busfahrer Constantino die Viernheimer und – „allora va bene“ ging es mit der Erkundung der Stadt los – zu Fuß über die spanische Treppe, die Via del Corso zur Piazza del Populo mit der Kirche Santa Maria del Populo mit den herrlichen Caravaggio-Gemälden. Nach dem Bezug der Zimmer und einem späten Abendessen endete der Anreisetag.

Eucharistiefeier bei Maltesern

Der zweite Tag begann mit einer Eucharistiefeier in der Casa dei Cavalieri di Roda (Priorat der Malteser), einem mittelalterlichen Bau über dem Augustus-Forum in der Kapelle, Johannes dem Täufer geweiht. Der Weg entlang der Kaiserforen, des Forums Romanum und des Colosseums zeigt die Größe des römischen Reiches durch die Jahrhunderte.

Kirchen- und Kunstgeschichte wird lebendig durch die zahlreichen Kirchen, zum Beispiel San Pietro in Vincoli mit der imposanten Moses-Statue von Michelangelo oder San Clemente mit gleich dreifacher Reise in die Geschichte: Oberkirche (zwölftes Jahrhundert), Unterkirche (viertes Jahrhundert) und einem Mithräum aus dem ersten Jahrhundert vor Christus.

Ob die herrlichen Mosaiken der Apsis, die Fresken mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Klemens in der Unterkirche – der Besucher kann nur andächtig staunen.

Ganz anders am Nachmittag der Besuch der Katakomben; die Viernheimer besichtigen San Sebastiano an der Via appia antica und können angesichts der gewaltigen Nekropole nur staunen und sind auch ein wenig erleichtert, endlich wieder das Tageslicht zu sehen.

Der Mittwoch bringt die große Generalaudienz auf dem Petersplatz, die Reisegruppe kann sich über sehr gute Plätze auf der oberen Terrasse nahe bei Papst Franziskus freuen und hat das große Erlebnis, in den vielen verschiedenen Gruppen aus nahezu allen Ländern und Erdteilen die Universalität der Kirche zu erfahren. Als Kontrastprogramm gestaltet sich am Nachmittag die Fahrt nach Castelgandolfo, der Sommerresidenz der Päpste, zum Albaner See, nach Nemi und schließlich nach Genzano, wo in der Hostaria La Mia Gioia ein vorzügliches Abendessen vorbereitet ist.

Der Donnerstag beginnt früh, denn das Programm sieht den Besuch der vatikanischen Museen und hier vornehmlich den Besuch der Sixtinischen Kapelle vor. Nach einer Einführung geht es vorbei an der Galerie der Bildteppiche und der Galerie der kartografischen Schätze aus dem 16. Jahrhundert zur Capella Sistina, der Hauptkapelle des vatikanischen Palastes, die Papst Sixtus IV. von den größten Meistern des 15. und 16. Jahrhunderts ausschmücken ließ. Hier ist der ausufernde Tourismus in Rom am bittersten zu spüren, denn es gibt kaum Muse, diese Kunstwerke, vor allem die von Michelangelo gestalteten Deckenfresken gebührend zu betrachten und zu bewundern. Ruhiger ist es dagegen am Nachmittag in Ostia Antica, wo die vielen Ausgrabungen sehr gut die städtischen Strukturen aus der Zeit vor Christus bis in die Kaiserzeiten des 4. Jahrhunderts erkennen lassen.

Vieles wird durch die lebendigen Schilderungen Valentinas deutlich. Leider treibt ein heftiges Gewitter zur Eile an und die nahe Cafeteria ist hier ein sicherer Hafen.

Nur zu Fuß unterwegs

Der Freitag will ganz zu Fuß bewältigt werden: ein „Spaziergang“ zum Campo dei Fiori, Verkostung diverser Spezialitäten, die Piazza Navona mit ihrem herrlichen Vier-Ströme-Brunnen, das Pantheon, das jüdische Viertel mit der beeindruckenden neuen Synagoge aus dem 19. Jahrhundert.

Der Weg führte weiter über die Tiberinsel hinüber nach Trastevere, das jenseits des Tiber gelegene ehemalige Handwerkerviertel mit seinen typischen Gässchen und der ältesten Marienkirche Roms, Santa Maria in Trastevere. Ein Abendessen in einem für dieses Viertel typischen Lokal beendet diesen Tag, und alle freuen sich, dass Constantino mit seinem Bus bereit steht, die Gruppe zur Unterkunft zu bringen.

Eindrücke im Petersdom

Der Vormittag des Samstags bringt noch einen Höhepunkt: In der Capella Lituana in der Krypta des Petersdoms feiert die Gruppe mit Ignatius Löckemann eine heilige Messe. Danach ist noch Gelegenheit, sich in Ruhe im Petersdom aufzuhalten und letzte Eindrücke mitzunehmen.

Von Valentina hat sich die Gruppe schon am Vorabend verabschiedet, der Abschied von Constantino erfolgt nach dem Transfer zum Flughafen. Müde, aber glücklich über diese erlebnisreiche Woche kommen die Reisenden wieder zu Hause in Viernheim an. red

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