Viernheim

Festival Wuzzdog lässt es in der Feierabendhalle wieder gehörig krachen / Erlös geht ans Tierheim

Bands ganz nah am Original

Archivartikel

Viernheim.Während bei Rock am Ring die Besucher von Petrus ordentlich nass gemacht wurden, konnten die Freunde knallharter Rockmusik und sentimentaler Balladen beim Benefizfestival Wuzzdog in der Viernheimer Feierabendhalle bei bestem Wetter ausgelassen feiern. Wieder waren Tausende gekommen, auch um den guten Zweck der Sache zu unterstützen. Der Erlös kommt nämlich dem Viernheimer Tierheim zugute.

Nicht mitfeiern konnte Schirmherr Jens Bolze, Viernheims Erster Stadtrat weilt in Urlaub. Auch Mike Hofmann, der Wuzzdog-Initiator und die Seele des Festivals, musste diesmal aus gesundheitlichen Gründen passen. Die Moderation hatte deshalb Thomas Beikert, Mitglied der Maffay-Fake-Band, übernommen.

Schon um 15 Uhr waren die ersten Töne zu hören. Den Auftakt übernahm die Viernheimer Formation „Ein Rudel Möwen“, die sich im Herbst 2016 gefunden hatte. Die Musiker um Frontfrau Odine Raven präsentierten wahre Ohrwürmer, immer rockig, meist selbst gebraut, manchmal geheimnisvoll, ob auf Englisch oder Deutsch, nie so ganz ernst gemeint. Die eingefleischten Fans haben die eingängigen Songs gleich mitgesungen.

Rock – hart und laut

So richtig laut wurde es dann bei der Van Halen Tribute Band, was nicht anders zu erwarten war. „VH1“ ist eine Coverband aus Stuttgart, die sich den Songs von Van Halen verschrieben hat und diese sehr authentisch und musikalisch wie instrumental gekonnt intoniert. Hard-Rock vom Feinsten und die Songs wie das legendäre „Jump“ brachten nicht nur die eingefleischten Van- Halen-Fans zum Hüpfen. „Sin Lizzy“, eine Thin-Lizzy-Tribute-Band aus Mannheim, hatte quasi Heimspiel. Die Formation besteht seit 2006 und eifert der legendären irische Rockband nach. Deren Werdegang ist eng mit dem Leben von Philip Lynott verbunden, dem Gründer, langjährigen Komponisten, Bassisten und Sänger der Band. Das irische Volkslied „Whiskey in the Jar“ durfte bei Wuzzdog natürlich nicht fehlen.

Eine ganz andere Richtung hat die Band „Heroes - David Bowie Tribute“ eingeschlagen. Denn Bowie hat die Popkultur so nachhaltig geprägt wie kaum ein anderer. Das Repertoire der Heroes umfasst einen ausgewählten Querschnitt aus Bowies langjähriger Karriere, stimmlich bestens umgesetzt von Frontmann Jonas Kalnbach.

Klassiker wie „Heroes“, „Let’s Dance“, „China Girl“ oder „Space Oddity“ aber auch selten gehörte Songs der Spiders-from-Mars-Ära, der Berlin-Trilogie und Bowies Spätwerks wurden in der Feierabendhalle zelebriert.

Mächtig krachen ließen es „Big Ones“, die als weltweit beste Aerosmith Tribute Band gehandelt wird und auch die Viernheimer Hardrocker überzeugen konnten. Die italienischen Profimusiker zelebrierten und lebten jeden Ton des Originals. Eine Band wie aus einem Guss.

Zum Feuerzeugschwenken

Frappierend die optische wie gesangliche Übereinstimmung von Frontmann Renzo mit dem Original Steven Tyler. Wohltuend im Gegensatz zu heftigen Songs wie das ohrenbetäubende „Walk this Way“ waren die leiseren Stücke wie „Dream On“ und „Crazy“, bei denen natürlich obligatorisch die Feuerzeuge angingen.

Das Viernheimer Publikum trotzte der sommerlichen Hitze und ging bei sämtlichen Stilarten mit.

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