Viernheim

Spenden Gruppe Makerspace unterstützt vier Einrichtungen mit jeweils 1000 Euro / Einnahmen der Fahrradwerkstatt

Bastler helfen in Viernheim und Afrika

Archivartikel

Viernheim.. Die Initiative Makerspace hat im vergangenen Jahr gut und ertragreich gearbeitet. Vielfältige Talente bringen die Hobbybastler in ihrer Freizeit zum Einsatz. Sowohl in der Fahrradwerkstatt, der Computerwerkstatt und der Holzwerkstatt als auch bei Urban Gardening werden gemeinsam Probleme gelöst und innovative Projekte angestoßen. Die Ergebnisse können sich nicht nur sehen lassen, sondern werfen auch einen Gewinn ab. Deshalb konnten die Organisatoren jetzt im katholischen Sozialzentrum gleich vier Spenden im Wert von jeweils 1000 Euro an Viernheimer Einrichtungen übergeben.

Zunächst bauten die Helfer von Makerspace die Schreinerei auf, danach folgten Fahrradreparaturen. „Zu Beginn der Flüchtlingswelle haben wir gemeinsam 150 Räder instand gesetzt und so für die Mobilität unserer neuen Mitbürger gesorgt. Mittlerweile kennt man uns, und wir werden großzügig unterstützt“, sagte Hubert Bundschuh, der die Schecks überreichte. Großes Engagement zeige insbesondere das Radhaus Hofmann.

Notfallfonds von St. HiMi

Für Pfarrer Erhard Schmitt von St. Hildegard-St. Michael war es gleich in zweifacher Hinsicht ein angenehmer Termin. „Es ist immer schön, wenn man sich trifft und es etwas zu teilen gibt. Das Sozialzentrum ist hierfür ein geeigneter Ort, wo das ja fast täglich geschieht. In diesem Fall geht mein Dank an die Akteure bei Makerspace, die eine tolle Idee mit großem Engagement umsetzen“, erklärte der Geistliche. Die Spende von 1000 Euro, die er entgegennahm, fließt in den Notfallfonds der Gemeinde, aus dem immer wieder Kleinkredite vergeben werden.

Den gleichen Betrag gab es auch für den Verein Yaa Soma, der sich um Schulen und Kinder in Burkina Faso kümmert. „Wir haben bei unserem Besuch in Afrika vor wenigen Wochen gesehen, wie sehr unsere Unterstützung gebraucht wird. Mit dem Geld sollen die Schulen Fenster und Türen bekommen“, berichtete Christina Feifer.

Die Kindertagesstätte Johannes XXIII. wurde im vergangenen Jahr um zwei Gruppen erweitert. Dabei wurde auch der Außenbereich umgestaltet, um für die Kinder mehr Platz zum Spielen zu schaffen. „Dort wurden neue Spielgeräte installiert, was natürlich nicht ganz billig war“, sagte Elisabeth Schmitt, für die die Verwendung der Gelder ebenso feststeht.

Gewachsen ist auch die Viernheimer Tafel, die im Sozialzentrum beheimatet ist und gewissermaßen den Mittelpunkt der Einrichtung bildet. Um die laufenden Kosten zu decken, ist die Tafel auf Spenden angewiesen. „Der Unterhalt der Fahrzeuge, aber auch die Energiekosten und die Müllgebühren sind ein großer Faktor bei den Ausgaben. Deshalb sind wir für solche Zuwendungen dankbar“, betonte Anne Zingl vom Tafel-Team und freute sich über die 1000 Euro. JR

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