Viernheim

Fahrradtour Tagesfahrt führte die Mitglieder des Ski-Club Viernheim über den Rheindamm ins rheinland-pfälzische Worms

Beim Ausflug über die Landesgrenze gewagt

Viernheim.Jede Wanderung, jede Radtour im Jahresprogramm des Ski-Clubs Viernheim hat ihren eigenen Reiz, immer sind es besondere Landschaften oder geschichtlich interessante Ziele. Die letzte monatliche Radtour unter der Leitung von Georg Broos führte zunächst über eine vertraute Etappe zum Karlstern, nach Blumenau und Kirschgartshausen.

Nach Wald und Natur sah man bald auch Industriegebiete der heimischen Landschaft, ehe man nach der Chemiestraße auf dem Rheindamm und über die Nibelungenbrücke Worms erreichte. Hier trennt der Rhein die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz, hier ist der Fluss die Grenze zwischen der südhessischen Spargelregion und dem größten geschlossenen Weinanbaugebiet Deutschlands. Doch Worms hat nicht nur berühmte Weinlagen zu bieten, sondern auch eine ereignisreiche Geschichte.

Das empfanden die SCV-Radsportler bereits beim Anblick des Hagen-Denkmals mit dem Nibelungenschatz. Bei der Mittagsrast in den „Rheinterrassen“ setzte natürlich ein großes Rätselraten ein, ob die Nibelungen tatsächlich ihren Schatz im Rhein versenkten. Das ist bis heute eine Sage geblieben. Dagegen ist der Wormser Dom herrliche Realität. Gebaut wurde er unter anderem aus Odenwälder Buntsandstein. Die drei Dome in Worms, Mainz und Speyer bilden ein berühmtes Ensemble in der römisch-katholischen Kirchengeschichte.

Wetter zeigt sich wechselhaft

Bei der Einkehr in die „Rheinterrassen“ haben sich die Viernheimer sicher auch daran erinnert, dass Luther in Worms evangelische Kirchengeschichte geschrieben hat. Bei solchen Aufenthalten der Radler und Wanderer des Ski-Clubs empfinden die Teilnehmer immer wieder, wie spannend und lehrreich eine solche Radtour oder Wanderung sein kann. Allerdings sorgt manchmal auch das Wetter für Überraschungen. Zunächst kam man bei sonnigem Wetter und kühlen Fahrtwind gut voran.

Doch bei der Rückfahrt über Lampertheim mit einer kleinen Pause für eine Eis-Erfrischung sollte sich das Wetter gründlich ändern, wie es dunkle Gewitterwolken über dem Lampertheimer Wald und ein kräftiger Sturmwind ankündigten. Bei Neuschloß begann es zu regnen, so dass die Viernheimer Aktiven auf dem Radweg entlang der L 3110 und später vorbei am Jägerhaus ziemlich nass wurden.

Trotzdem waren die Teilnehmer von dieser abwechslungsreichen und informativen Tour begeistert, wie sie am Ende in Viernheim Georg Broos versicherten und für dieses Raderlebnis dankten. H.T.

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