Viernheim

Bundestagswahl Gemeindewahlleitung berichtet über Vorbereitungen / 170 Wahlhelfer in 16 Bezirken am 24. September im Einsatz / 43 Auslandsdeutsche

Bereits 4800 Briefwahlstimmen eingegangen

Viernheim.In Viernheim steht alles bereit für den 24. September: 170 Wahlhelfer werden in 16 Wahllokalen den Urnengang der rund 23 100 Viernheimer begleiten, die über die Zusammensetzung des nächsten Bundestags bestimmen. Vier Briefwahlbezirke sind im Rathaus "eingerichtet". Gestern gaben Michael Fleischer und sein Stellvertreter als Gemeindewahlleiter, Jörg Gutperle, einen Zwischenstand rund eine Woche vor der Wahl.

Erstaunlich ist die Zahl von bislang 43 "Auslandsdeutschen", die sich zum Teil schon im März gemeldet haben, um aus Korea, Australien oder Namibia ihre Stimme abgeben zu können. Dafür dürfen sie längstens 25 Jahre nicht mehr in Viernheim leben. Die Brundtlandstadt ist eine Kommune aus dem Wahlkreis 188 (Bergstraße), in dem sechs parteigebundene und zwei "freie" Direktkandidaten um die Erststimmen buhlen: Dr. Michael Meister (CDU), Christine Lambrecht (SPD), Moritz Müller (Grüne), Sascha Bahl (Linke), Rolf Kahnt (AfD) und Till Mansmann (FDP) sowie Sebastian Bucher und Martin Polivka. Auf eine von 18 Landeslisten einer Partei sollte die Zweitstimme des Wahlberechtigten entfallen. Jeder Wahlzettel ist links mit einem gelben Randstreifen versehen und hat ein Loch am rechten oberen Rand für die Wahlschablonen, die Blinde und stark sehbehinderte Menschen benutzen dürfen. Sehr viele Viernheimer haben bereits von ihrem Recht auf Briefwahl Gebrauch gemacht, berichtet Gutperle: Er ist sich sicher, dass die "5000-Marke noch geknackt wird". Bei der Bundestagswahl 2013 waren es knapp 4000 Briefwähler.

Wer lieber am Sonntag, 24. September, von 8 bis 18 Uhr direkt in sein Wahllokal geht, muss in eine der Schulen. Der Wahlbezirk 12, der in der Friedrich-Fröbel-Schule seine Stimmen abgibt, ist vom Statistischen Landesamt als besonders repräsentativ ausgewählt worden und wird durch extra gekennzeichnete Stimmzettel detailliert ausgewertet. Sie unterscheiden sich nach Geschlecht und Alter. "Das Wahlgeheimnis bleibt trotzdem gewahrt, da hier etwa 1400 Personen wahlberechtigt sind und niemand Rückschlüsse ziehen kann", so Fleischer.

Er legt Wert darauf, dass alles rund um die Wahl transparent nachvollziehbar sein werde: Die größtenteils erfahrenen Wahlhelferteams zählen vor Ort aus und liefern die Ergebnisse schriftlich ins Rathaus, wo ab etwa 18.30 Uhr im Ratssaal die Ergebnisse öffentlich präsentiert werden. Gegen 20 Uhr sollten seiner Einschätzung nach die meisten Wahlbezirke ausgezählt sein. bur

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