Viernheim

Konzert Evangelische Kantorei und Streicherensemble präsentieren in der Auferstehungskirche „Musik der Romantik“

Bläser und Solisten setzen Akzente

Archivartikel

Viernheim.Mit „Musik der Romantik“ faszinierten evangelische Kantorei und Streicherensemble das Publikum in der voll besetzten Auferstehungskirche. Darüber hinaus trugen Organistin Maria Mokhova, Tenor Martin Steffan und Harfenistin Freya Petrich zu dem besonderen Konzerterlebnis bei. Das Streicherensemble wurde für den Auftritt durch Bläser und Pauken verstärkt. Die musikalische Leitung lag in den Händen von Martin Stein.

Im Mittelpunkt des anspruchsvollen Programms stand das große Orgelkonzert Nr. 2 in g-moll op. 177 von Josef Gabriel Rheinberger (1839 -1901). Die große Besetzung mit Orgel, zwei Hörnern, zwei Trompeten, Pauken und Streichern unterstreicht die Bedeutung dieser Komposition, die bei dem Konzert in drei Abschnitten zu hören war. Schon der mächtige Auftakt mit gewaltigen Akkorden der Bläser und der effektvolle Wechsel zu den Streichern betonte die sakrale Botschaft. Der zweite Teil war geprägt von stiller Andacht und einem ergreifenden Solo Maria Mokhovas an der Orgel. Im dritten Abschnitt erreicht die Komposition Rheinbergers sinfonisches Format.

Bei einem Konzert mit Musik der Romantik darf César Franck (1822-1890) nicht fehlen. Die Motette „Quae est ista“ stellt eine musikalische Marienverehrung dar, mit strahlender Stimme vorgetragen wurde sie von Martin Steffan. Diesen Glanz unterstrich auch das Orchester. Einen tiefen Eindruck bei den Zuhörern hinterließ das „Vater unser“ von Leos Janacék (1854-1928).

Überzeugendes Harfensolo

Vor allem der Chor und das große Tenorsolo prägen die sechs Sätze. Die Begleitung übernehmen Orgel, Harfe und Streicher. Das Stück „Une châtelaine en sa tour“ von Gabriel Fauré (1845-1924) erzählt aus dem Leben einer Schlossherrin auf ihrer Burg. Freya Petrich überzeugte mit dem wunderschönen Harfensolo.

Neben Jürgen Karle an den Pauken unterstützten die Trompeter Linus Hamgarth und Hans-Peter Renner sowie die Hornisten Benjamin Laxa und Florian Schnappauf das Ensemble. Ihr Können zeigten sie auch bei den abschließenden Motetten für Chor, Orgel und Orchester von César Franck. Bei „Domine, non secundum“ geht es um das Flehen um Vergebung. „Herr, handle nicht an uns nach unseren Sünden“, lautet das Thema des vielstimmigen Chors, der von den Akkorden des Orchesters getragen wird.

Eindringlich gestalteten Chor und Orchester auch das Finale mit César Francks „Laudate Dominum“. Zu hören war das große „Halleluja“ aus Psalm 150. Der Jubel von Chor und Orchester unterstreicht als musikalisches Gebet die Herrlichkeit Gottes: „Lobet ihn mit Posaunen, lobet ihn mit Psalter und Harfen.“

Nach dieser Hymne der Lobpreisung mit strahlenden Akkorden herrschte zunächst Stille in der Auferstehungskirche, ehe minutenlanger Beifall einsetzte. Das Publikum würdigte damit die Leistung der Musiker und des musikalischen Leiters Martin Stein. Chor, Orchester und Solisten bedankten sich mit dem berühmten „Panis Angelicus“.

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Förderverein Evangelische Kirchenmusik. Der Verein hilft zudem dabei, Instrumente anzuschaffen und fördert die Jungbläserausbildung. H.T.

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