Viernheim

Verein Kreisligist TSV Amicitia Viernheim startet mit der Saisonvorbereitung / Viele Neuzugänge aus dem eigenen Nachwuchs

Blaugrüne peilen Aufstiegsränge an

Archivartikel

Viernheim.Vor wenigen Tagen kam für die hessischen Fußballer die gute Nachricht: Ab dem 1. August dürfen unter Berücksichtigung der Auflagen wieder Spiele ausgetragen werden. Das gilt auch für die Kicker des TSV Amicitia Viernheim, die sportlich im benachbarten Baden beheimatet sind. Unter der Woche wurde bei den Blaugrünen die Saisonvorbereitung gestartet, der neue Trainer Norbert Muris konnte dabei um die 20 Spieler begrüßen.

Eingespielter Kader

Am Sonntagvormittag präsentierte der Mannheimer Fußball-Kreisligist seine Neuzugänge, die alle schon in Viernheim gespielt haben oder aus dem eigenen Nachwuchs kommen. „Wir bleiben unserer Linie treu und setzen auf Eigengewächse. Bei denen ist die Identifikation mit dem Verein einfach größer und man kennt sich untereinander“, betont Fußball-Abteilungsleiter Ralf Schmitt.

Im Großen und Ganzen kann Norbert Muris auf einen eingespielten Kader zurückgreifen, denn mit Tim Stich (zum SC Blumenau) und Fabrizio Romagnolo (Heppenheim) waren nur zwei Abgänge zu verzeichnen. Aus dem eigenen Nachwuchs rücken mit Oliver Schendel, Jan-Luca Middendorf, Julien Schmitt, Moritz Hofmann und Ben Koppelmann gleich fünf Talente zur ersten Herrenmannschaft auf. Thomas Marek Hübner stammt auf der A-Jugend der SG Heidelberg-Kirchheim, hat zuvor aber auch schon in der Viernheimer Jugend gespielt. Dazu kommen die erfahrenen Akteure Tobias Kolb (Germania Friedrichsfeld), Niklas Rösch (SG Unter-Abtsteinach) und Matthias Kuhn (TSG Weinheim, zuletzt USA).

Trainiert wird derzeit unter Berücksichtigung des Hygienekonzepts, das den Bedingungen im Waldstadion angepasst wird. Die Umkleidekabinen können aktuell nicht genutzt wird, weil die Räume saniert werden. Testspiele wurden nur auf fremden Plätzen vereinbart. Am 22. August (16 Uhr) geht es in den Odenwald zum SV Fürth (Kreisoberliga Bergstraße), am 30. August (15 Uhr) ist der Bergsträßer A-Ligist SSV Reichenbach Gastgeber der Blaugrünen. Die erste Pflichtaufgabe wartet aber am 15./16. August, wenn es in der ersten Runde des Mannheimer Kreispokals zum B-Ligisten SV Enosis Mannheim 2 geht.

Bei der Frage nach dem Saisonziel sind sich Muris und Schmitt einig: Man will um die Aufstiegsränge mitspielen. „Natürlich muss die Entwicklung mit Corona abgewartet werden. Ich bin aber vorsichtig optimistisch, dass gespielt werden kann. Natürlich fehlen uns, wie anderen Vereinen auch, die Einnahmen von den Heimspielen. Andererseits sind uns die Mitglieder und die Sponsoren treu geblieben. Deshalb werden wir auch finanziell über die Runde kommen“, freut sich Ralf Schmitt.

Rundenstart am 6. September

Als Mitfavoriten sieht er den SC Rot-Weiß Rheinau und den FV Leutershausen ganz weit vor. „Die haben sich beide enorm verstärkt, aber auch Türkspor Hochstätt hat diesmal gut eingekauft.“ Eine Herausforderung seien nach heutigem Stand sicher die Heimspiele, denn derzeit ist die Zuschauerzahl in Hessen noch auf maximal 100 Personen beschränkt. In Baden-Württemberg dürfen dagegen bis zu 500 Zuschauer zugelassen werden, wenn es die örtlichen Gegebenheiten erlauben.

Für Norbert Muris, der von Routinier Patrick Marschlich als spielendem Co-Trainer unterstützt wird, geht es in den nächsten Wochen zunächst einmal darum, die Spieler kennenzulernen. „Ich kenne ja nur drei oder vier von den Jungs. Derzeit stehen 29 Mann auf meiner Liste, es sind aber noch nicht alle im Training gewesen. Die bisherige Beteiligung war aber schon recht gut“, gibt sich auch der Übungsleiter zufrieden. Dennoch wartet viel Arbeit bis zum Rundenstart am 6. September.

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