Viernheim

Ausflug Mitglieder des Jahrgangs 1936/37 erkunden Moseltal mit zwei Bussen und dem Schiff

Blick auf berühmte Weinlagen

Viernheim.Mit zwei Bussen und einem Schiff erkundeten 98 Mitglieder des Jahrgangs 1936/37 die schönen Landschaften rund um die Mosel. Nach früheren Ausflügen der Gruppe an den Rhein oder den Neckar galt diesmal das Interesse den berühmten Weinlagen im Moseltal.

Jahrgangspräsident Walter Zöller, der an der Unternehmung nicht teilnehmen konnte, wünschte den Freunden einen erlebnisreichen Tag. Das war bereits bei der Fahrt über die Hunsrück-Höhenstraße der Fall. Das attraktive Mittelgebirge ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges, erreicht am Erbeskopf eine Höhe von 816 Metern und ist umgeben von den Weinlagen an Mosel, Rhein und Nahe.

Mit der großen Geschichte dieser Region wurden die Viernheimer „Achtziger“ im Kloster Machern vertraut gemacht. Es wurde im Jahr 1238 als Zisterzienserinnen-Kloster gegründet. Die Ordensfrauen kamen fast ausnahmslos aus Adelsfamilien. Nach der Säkularisierung 1802 wurde der Klosterbesitz zunächst als landwirtschaftlicher Betrieb genutzt, später schließlich als gastronomischer Betrieb und für Kulturveranstaltungen. An die klösterliche Zeit erinnert heute noch ein großer Klostergarten.

Besuch des Klosters Machern

Die Viernheimer besuchten die Brauhaus-Gaststätte des ehemaligen Klosters Machern. Von dort kamen die Jahrgangsfreunde mit den Bussen zur Schiffsanlegestelle Trabach, von wo wenig später der wichtigste Teil der Erkundung der Mosel begann. Mit dem komfortablen Schiff „Maria von Beilstein“ erlebten die Viernheimer Gäste den wohl schönsten Abschnitt der Mosel. Vor allem wurden die extremen Steillagen der meisten Weinberge vor Ort bestaunt und deren Bearbeitung bewundert. Außergewöhnlich wie die Arbeit im Wingert sind auch die Namen berühmter Weinlagen, die zum Nachdenken und Diskutieren anregten – wie etwa „Bürger Hahnentritt“ oder „Briedeler Herzchen“, die bekannteste Weinlage dieses Anbaugebiets.

Um zu diesen Lagen zu kommen, muss das Schiff durch die Enkircher Schleuse fahren, um einen Höhenunterschied des Flusslaufs von sieben Metern zu überwinden. Fest steht, dass dieser Teil der Mosel-Landschaft schon in der Steinzeit besiedelt war. Das letzte Weinparadies, das die Viernheimer Gruppe erreichte, war „Zeller Schwarze Katz“. Ihr begegneten die Gäste an einem Denkmal. Auf einem Festplatz an der Mosel standen schließlich gedeckte Tische für eine kleine Stärkung am Ende der Tour bereit. Die edlen Tropfen der bekanntesten Moselweine glänzten dabei in den Gläsern.

Das gemütliche Beisammensein bildete den passenden Rahmen, um Helene und Hans Bugert für die Vorbereitungen und Organisation des Ausflugs zu danken. Bei der Heimfahrt im Bus kam dies auch bei einem Lied zum Ausdruck: „Das gibt’s nur einmal, das kommt nie wieder!“

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