Viernheim

Rathaus Ausstellung über Russland-Deutsche eröffnet am 15. April / Schautafeln und Filme

Blick auf gemeinsame Geschichte

Viernheim.Die Wanderausstellung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland mit dem Titel „Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart“ kommt nach Viernheim ins Rathaus. Sie wird am Montag, 15. April, um 18 Uhr vom Ersten Stadtrat Jens Bolze eröffnet. Gezeigt wird die Ausstellung bis 15. Mai bei freiem Eintritt.

Die Ausstellung informiert auf Stellwänden über die deutschen Spätaussiedler aus den Staaten der Sowjetunion und ihre Geschichte. Die Schau wurde von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) mit Sitz in Stuttgart konzipiert und mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge realisiert.

Projektleiter Jakob Fischer wird in die Ausstellung einführen. Es besteht die Möglichkeit, auf einer Großleinwand Kurzfilme über die Geschichte und Integration der Deutschen aus Russland zu sehen. Fischer informiert mit Dokumentationen über die Geschichte der Russlanddeutschen, von glücklichem Ankommen, von neuen Wurzeln, neuer Heimat und verständnisvollem Miteinander. Viele Deutsche folgten ab 1763 dem Ruf der Zarin Katharina. Sie sollten mehrheitlich den Beruf eines Ackerbauers ausüben und die endlosen Steppen der Kirgisen und Tataren für den Weizenanbau nutzen.

Katharina versprach den Eingewanderten Privilegien. So entstanden von 1764 bis 1862 viele deutsche Siedlungen. Die Folgen von zwei Weltkriegen und die resultierenden Konflikte trafen die Nachfahren der deutschen Auswanderer in der späteren Sowjetunion hart – sie remigrierten in die Bundesrepublik. red

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