Viernheim

Woche der Vielfalt Veranstaltungen sollen Vorurteile abbauen / Vorschläge reichen von Stadtrallye bis Fußballturnier

Bürger bringen Ideen ein

Archivartikel

Viernheim.Ein großes Zelt auf dem Apostelplatz wird zum Treffpunkt, die Menschen kochen und essen gemeinsam, lesen Geschichten vor und tauschen sich aus. Möglicherweise wird diese Idee zur „Woche der Vielfalt“ im September umgesetzt. Der Vorschlag kam bei der Ideenwerkstatt zu der Veranstaltungswoche auf – war jedoch nur einer von vielen, die die interessierten Bürger einbrachten.

Im Juni 2018 fand bereits eine interkulturelle Woche unter dem Motto „Zusammenhalt in Vielfalt“ statt. Vom 13. bis 20. September 2020 soll nun eine weitere „Woche der Vielfalt“ stattfinden, in der es um mehr als nur kulturelle oder religiöse Unterschiede geht, um das „anders leben“ und „anders sein“. Ziel der Aktion ist es, Vielfalt als Bereicherung wahrzunehmen, andere Lebensformen kennenzulernen und zu verstehen und damit Vorurteile abzubauen. „Dafür sollen Begegnungsräume geschaffen werden“, fasste Harald Hofmann einige Ideen zusammen. Als zuständiger kommunaler Mitarbeiter des Bereichs Bürgerkommune und als Verantwortlicher für das entsprechende Handlungsfeld des kommunalen Vielfalts- und Integrationskonzepts liegt die Koordination der Projektgruppe in seinen Händen.

Benefizlauf als Höhepunkt

Unter der Prämisse, möglichst viele verschiedene und interessante Angebote im September präsentieren zu können, kamen Mitarbeiter der Verwaltung, Vertreter von Vereinen oder Einrichtungen und interessierte Bürger in der Kulturscheune zur Ideenwerkstatt zusammen. Dort wurden Vorschläge für kleinere und größere Veranstaltungen und Aktionen zusammengetragen – angefangen von Stadtrallye und Fahrradtour über Fußballturnier bis hin zu Veranstaltungen für Menschen mit Handicap. Als größere Aktion wurde zum Beispiel ein Benefizlauf in der Innenstadt genannt – ähnlich der Veranstaltung, wie sie die Ahmadiyya-Gemeinde im Tivolipark ausrichtet.

Das Zelt als zentraler Treffpunkt in der City könnte für kulinarische Aktionen aller Art genutzt werden – Kochkurse, gemeinsames Kochen und ein geselliges Essen. Auch Aktionen zum Thema Lesen und Sprache wurden ins Spiel gebracht. Möglich ist zum Beispiel ein Crash-Sprachkurs, bei dem nützliche Floskeln in den unterschiedlichen Sprachen der Viernheimer Bevölkerung vermittelt werden.

Weil die „Woche der Vielfalt“ auch mit dem Freiwilligentag zusammenfällt, ergeben sich weitere Aktionsmöglichkeiten. „Noch steht keine einzige Veranstaltung fest“, betont Harald Hofmann, dass man jetzt in die Detailplanung einsteige. Alle Ideen gehen den bisher involvierten Gruppierungen zur weiteren Bearbeitung nochmals zu. Die Steuerungsgruppe um Hofmann mit Lars Prechtl, Brigitta Eckert, Gerd Baltes, Gonca Karagöz, Herbert Kohl und Faiez Saleem koordiniert die Veranstaltungen und stellt das Programm zusammen.

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