Viernheim

Freizeit I Großes kulturelles Angebot mit vielen Mitmachmöglichkeiten / Baaß: Ganz anders als früher

Buntes Fest in und um Museum

Viernheim.„Es ist ganz anders als früher und viel interessanter, als man denkt“, verspricht Bürgermeister Matthias Baaß bei seiner Begrüßung. Er ermuntert alle Besucher, sich das Viernheimer Museum anzuschauen. Und beim Museumsfest gibt es dazu die beste Gelegenheit: Alle Ausstellungsräume sind geöffnet, dazu gibt es ein buntes Festprogramm auf dem ganzen Museumsgelände.

Vor fünf Jahren hat das Museum nach völliger Neukonzeption eröffnet – und beim Museumsfest wird dieses kleine Jubiläum gefeiert. Weil der Internationale Museumstag unter dem Motto „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“ steht, hat man sich einen Netzwerk-Partner dazu geholt: Der Verein Focus feiert sein 25-jähriges Bestehen. So sind die Mitmachstationen beim Museumsfest auch afrikanisch angehaucht.

Im Keller des Museums ist eine Fotostation aufgebaut. Die Besucher können sich in afrikanische Gewänder kleiden und mit den passenden Kopfbedeckungen vor einem afrikanischen Hintergrund fotografieren lassen. Bis die afrikanische Kleidung und die Hüte wieder ausgezogen sind, ist das Bild schon ausgedruckt und kann als Andenken an das Museumsfest mitgenommen werden.

Kinder basteln Masken

Im Bastelzelt werden die Vorlagen für afrikanische Masken an die Kinder ausgeteilt. Die Masken sind noch ganz weiß – und werden ganz schnell immer bunter. Die Mädchen und Jungen malen die Maske an, schneiden sie aus und verzieren sie mit Federn, Fäden und Filzresten. Ein Gummiband sorgt dafür, dass die Maske auch gleich aufgesetzt werden kann. Wer aus der Maske ein Wandbild macht, benutzt Schneckenhäuser als Augen.

Auch nebenan im Museumsgarten, am großen Holzofen, werden Gesichter gemacht. Allerdings sind die Zutaten diesmal essbar. Aus einfachen runden Pizzen mit Tomatensoße und Käse werden leckere Pizza-Masken: Der Teig wird mit Gurkenscheiben oder Ananas als Augen belegt, mit Schinken oder Salami als Mund, aus Paprika oder Bohnen wird eine Nase. Das Backteam des Museums schiebt alle Bleche in den Ofen, und wenig später ist die individuell belegte afrikanisch-italienische Maskenpizza fertig.

„Hast du ein Lieblingstier?“, fragt Petra Erdinger jedes Kind, das zur Töpferwerkstatt kommt. Eine getöpferte Maus hat sie als Beispiel mitten auf den Tisch gestellt. Die Mädchen und Jungen versuchen, die Maus nachzuarbeiten, oder sie wagen sich eben an ihre Lieblingstiere. Konzentriert kneten sie den Ton und formen daraus Pferde, Giraffen oder Igel. Mit Zahnstochern modellieren die Kinder die tierischen Gesichter und stechen Augen, Maul und Nasenlöcher in den weichen Ton.

Die Band „Fischlabor“ sorgt für die musikalische Unterhaltung und wechselt immer wieder ihren Standort. Unter der Linde, in der Scheune und im Museumsgebäude spielt die Combo auf ihren afrikanischen Instrumenten. Im Museum ist nicht nur das Museumscafé mit Kaffee, Kuchen und Getränken aufgebaut. Der Verein Focus hat Kunsthandwerk aus Afrika mitgebracht, das zugunsten des Projekts „Ein Kind – ein Baum“ (siehe nebenstehenden Bericht) verkauft wird.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/viernheim

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