Viernheim

Jubiläum I Kinderdörfel feiert 25-jähriges Bestehen mit einem großen Fest / Musikalische Beiträge zur Unterhaltung

Buntes Treiben zum Geburtstag

Viernheim.Es war eine große, bunte und abwechslungsreiche Geburtstagsparty, die da am Samstag über die Bühne ging: Mit vielen Gästen, darunter ehemalige Mitarbeiter und Wegbegleiter, feierten die Kinder, die Familien und das Team des AWO-Kinderdörfels das 25-jährige Bestehen ihrer Einrichtung.

Die Straße vor dem Haus war eigens abgesperrt, eine große Hüpfburg stand davor, und drinnen sowie auf dem Freigelände wuselten groß und klein. Monatelang hatte man gemeinsam überlegt, geplant und vorbereitet – die Kinder durften Wünsche äußern, wie sie die Geburtstagsparty feiern wollten.

„Wir haben versucht, so viele wie möglich davon in Erfüllung gehen zu lassen“, verriet Kinderdörfel-Leiterin Andrea Daniel bei ihrer Begrüßung. Nicht umsetzbar gewesen seien allerdings das Bullenreiten sowie der gewünschte „Ein-Meter-Hot-Dog“. „Dafür haben wir uns entschieden, dass es viele kleine Hot Dogs gibt“, sagte sie mit einem Augenzwinkern. Als weitere Leckerbissen warteten außerdem die große Geburtstagstorte, ein Buffet, für das Eltern und Mitarbeiter sorgten, sowie Zuckerwatte und Popcorn. Die Kinder der Waldkindergartengruppe luden außerdem ein, über Feuerkörben Stockbrot zu brutzeln.

Es herrschte buntes Jahrmarkt-Treiben, und die Kinder konnten sich an zahlreichen Spiel- und Aktionsständen vergnügen. So lautete draußen das Motto „Halligalli uff de Gass“, wo Slalom- und Geschicklichkeitsläufe sowie ein Bobbycar-Rennen angeboten wurden.

Mit der Button-Maschine durften sich die Gäste einen Geburtstagsorden als Erinnerung herstellen, der Musikpädagogik-Student Anton Starck führte Klangexperimente am Computer durch, und kreativ ging es bei „Kunst und Äktschn“ im Atelier zu. Radio Regenbogen hatte ein Glücksrad und die Hüpfburg zur Verfügung gestellt. Die Einnahmen daraus gehen an die Aktion „Kinder unterm Regenbogen“.

Durchs Bühnenprogramm führte der 19-jährige Tarek Stucki – als Kind besuchte er einst selbst das Dörfel. „Ich finde uns einzigartig“, sagte Leiterin Andrea Daniel in ihrer Eröffnungsrede. Das Kinderdörfel gelte als Tagesstätte mit innovativem Konzept, als Einrichtung mit Modellcharakter und als „Exot in der Betreuungslandschaft“. Basis sei die gemeinsame Überzeugung, dass jeder kleine Mensch ein Recht auf bestmögliche Entwicklung habe.

Lernen fürs Leben

„Groß werden in der Sicherheit einer Gemeinschaft, lernen fürs Leben in wohlwollender Atmosphäre“, so Daniel. Vielfalt sei wichtig, Unterschiedlichkeit eine Bereicherung –jeder kleine und große Mensch im Kinderdörfel gelte als einzigartiger und wichtiger Teil der Gemeinschaft: „Die Welt ist ein Dörfel, und unsere Kita ist ein wenig die Welt in klitzeklein“, sagte Andrea Daniel.

Nicht zuletzt deshalb lege man auch Wert darauf, dass Kinder hier die Erfahrung machten, dass ihre Meinung zähle. Alle seien eingeladen, Mitverantwortung für das Zusammenleben zu übernehmen.

Auch Bürgermeister Matthias Baaß gratulierte zum 25-jährigen Bestehen und erinnerte ebenfalls daran, dass das Kinderdörfel schon in seinen Anfängen etwas ganz Besonderes gewesen sei – habe man doch hier damals die ersten Krippenplätze eingerichtet. Er dankte allen, die im Dörfel daran arbeiteten, dass „Kinder gut aufwachsen dürfen und auf die Herausforderungen des Lebens vorbereitet werden“. Die Unterstützung der Stadt versprach er auch für die Zukunft.

Frithjof Besser, Architekt und „ideeller Vater des Hauses“, wie Andrea Daniel ihn nannte, berichtete von den allerersten Überlegungen, die schließlich zum Bau der Einrichtung in der Nordweststadt geführt hätten. „Ich bin froh und dankbar, dass es gelungen ist, dieser guten Idee Gestalt zu geben“, sagte er.

Außer dem gemeinsam gesungenen „Happy Birthday“ wurde musikalisch ein buntes und kreatives Programm geboten. Die „Musikschulkids“ rockten die Party gleich zu Beginn, die Schulkinder, die sich „K-Dörfler“ nennen, hatten gemeinsam mit Rapper René Ringhof alias „Das K-Element“ einen Dörfel-Rap verfasst, und die Mädchen und Jungen vom Waldkindergarten sangen ihr „Waldlied“. Lautstarken Applaus erntete das Dörfel-Team mit seinem auf Nenas „99 Luftballons“ umgedichteten „Teamsong“.

Auftritte der Karlsruher Band „Elvira Novello & Friends“ rundeten das Musikprogramm ab.

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