Viernheim

Neujahrsempfang Parteivorsitzender Torben Kruhmann kündigt „Stadtstrategie 2030“ an / Partnerschaft mit Mlawa gewürdigt

CDU setzt auf moderne Bürgerbeteiligung

Archivartikel

Viernheim.In geänderter Form präsentierten die Viernheimer Christdemokraten ihren traditionellen Neujahrsempfang. „Wir wollten die Veranstaltung kurzweiliger und moderner aufziehen“, erklärte Parteivorsitzender Torben Kruhmann bei der Begrüßung. Statt der üblichen Stuhlreihen wurden Tischgruppen gestellt, außerdem verzichtete der Stadtverband auf einen Festredner. Geblieben sind die musikalische Umrahmung und die Ehrung verdienter Mitglieder.

Kruhmann hieß den Fraktionsvorsitzenden Jörg Scheidel, Stadtverordnetenvorsteher Norbert Schübeler und Jürgen Unger, Vorsitzender der CDU-Senioren in Viernheim und im Kreis Bergstraße, willkommen. „In wenigen Minuten beginnt in Viernheim etwas Neues“, kündigte Kruhmann an und erläuterte, was sich hinter dem Projekt „Viernheim kann mehr“ verbirgt.

„Es handelt sich um die umfassendste Bürgerbeteiligung in der Geschichte der Stadt. Modern, unkompliziert und digital. Das Video wurde am 23. Dezember ins Netz gestellt und innerhalb weniger Tage 20 000 Mal aufgerufen. Dazu gab es 5500 Interaktionen, es wurde 146 Mal geteilt, und auf der Seite haben sich 400 Abonnenten eingetragen“, berichtete Torben Kruhmann. In einigen Wochen sollen die Anregungen in Ideenwerkstätten ausgewertet werden und im Herbst in die „Stadtstrategie 2030“ der Partei einfließen.

Kruhmann blickte in seiner Rede aber auch zurück: „Beim Mauerfall vor 30 Jahren herrschte Euphorie und Aufbruchstimmung, zehn Jahre später beim Jahrtausendwechsel machte man sich Sorgen um die Computerdaten. 2010 sorgte die Finanzkrise für Pessimismus und Depression, aber die schlimmsten Prophezeiungen blieben aus.“ Auch künftig werde es Konflikte und Kriege geben, so der CDU-Vorsitzende, daran ändere sich nichts. Und es seien immer wieder Lösungen gefragt.

Kommunalpolitische Projekte

Daran wollen auch Jörg Scheidel und Norbert Schübeler mitarbeiten, die eine zufriedenstellende Bilanz zogen. „Natürlich war meine Wahl zum Fraktionsvorsitzenden mein persönlich herausragendes Ereignis, aber auch die Wahl von Bastian Kempf zum Ersten Stadtrat hat mich angenehm berührt“, sagte Scheidel. Es gehe nun darum, beim Neubaugebiet Bannholzgraben die Hausaufgaben zu machen, das Projekt „Bus on demand“, auf Bestellung, als Verbesserung im Personennahverkehr voranzutreiben und bei der Sanierung des Rathauses konkrete Zahlen auf den Tisch zu legen.

Schübeler erinnerte an die Reise einer städtischen Delegation in die neue polnische Partnerstadt Mlawa. „Wir waren zum Jahrestag eines Angriffs im Zweiten Weltkrieg dort, da wurden auf dem Marktplatz die Geschehnisse mit Panzern und Tieffliegern nachgestellt.“ Dies sei ein „bedrückender Moment“ gewesen. Die Städtepartnerschaft stehe für Aussöhnung und Freundschaft, betonte Schübeler, der dazu aufrief, gegen Hass und Hetze vorzugehen. „Wir brauchen wieder einen respektvolleren Umgang untereinander.“

Für die musikalische Umrahmung des Empfangs sorgte Simon Brinkmann am Flügel. Er präsentierte „In The Mood“ von Glenn Miller, „Va, pensiero, sull’ali dorate“ aus der Verdi-Oper Nabucco und das Stück „Monica“ von Bodo Wartke. JR

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