Viernheim

Abfallwirtschaft ZAKB stattet Mülltonnen mit Barcodes und Transpondern aus / Mitte Juli Abholung nicht benötigter Behälter

Chip registriert jede Leerung

Archivartikel

Viernheim.Aus Altersgründen schließen die Inhaber der Firma Johann Franz Hofmann zum 1. Juli den Betrieb, die Müllabfuhr übernimmt ab diesem Zeitpunkt der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB). Für die Kunden hat die Umstellung unter anderem zur Folge, dass sie künftig über die Zahl der Leerungen selbst entscheiden und damit Einfluss auf ihre Kosten nehmen können.

Weitgehend reibungslos geht nach Angaben von ZAKB-Geschäftsführer Gerhard Goliasch die Umstellung auf das neue System über die Bühne. Im Laufe des Frühjahrs wurden die alten 50-Liter-Restmüllbehälter, die keine Rollen besaßen, durch aktuelle 60-Liter-Tonnen ersetzt. Außerdem informierte der ZAKB in Rundbriefen und bei einer Infoveranstaltung im Rathaus über das, was ab dem Sommer auf die Bürger zukommt.

Zurzeit sind die Viernheimer aufgerufen, ihre Restmüll-, Bioabfall- und Papiertonnen mit einem orangenen Aufkleber zu markieren. Anschließend stattet der Zweckverband die Gefäße mit Barcodes und Transponderchips aus. Sie sind letztlich verantwortlich dafür, dass die Zahl der Leerungen korrekt erfasst wird. Die Aktion erfolgt nach Müllabfuhrbezirken und soll bis 22. Juni abgeschlossen sein. Unmittelbar zuvor werden auch die Liegenschaften der Baugenossenschaft auf die Systemumstellung vorbereitet, berichtet Goliasch.

Ab etwa Mitte Juli, so der Geschäftsführer, werden nicht mehr benötigte alte Müllbehälter, die zurzeit noch im Einsatz sind, vom ZAKB abgeholt und entsorgt. Dabei handelt es sich laut Goliasch um Tonnen, die zeitgleich mit der Umstellung gegen kleinere oder größere Gefäße getauscht werden. Während des ersten Jahrs nach Einführung des neuen Systems haben die Bürger die Möglichkeit, kostenlos die Behälter zu wechseln. Erst danach werden die sonst üblichen 15 Euro fällig.

Abrechnung der Mindestgebühr

Den ersten Gebührenbescheid verschickt der Abfallzweckverband zum 15. August an die im Grundbuch eingetragenen Hauseigentümer oder beauftragte Hausverwaltungen. Die erste Abschlagszahlung für die Abfallgebühren wird am 1. Oktober fällig. Berechnet wird zunächst nur die Mindestgebühr, die sich nach der Größe des Restabfall- und Bioabfallbehälters richtet. Mit dieser Gebühr sind normalerweise die Kosten für zehn Restmüll-, 18 Bioabfall- und 13 Papierleerungen pro Jahr gedeckt. Da der Wechsel zum ZAKB in Viernheim in der Mitte des Kalenderjahres geschieht, ist der Betrag folglich zu halbieren. Bei Restmüll und Bioabfall wird für jede weitere Leerung eine Zusatzgebühr erhoben. Pro Jahr bietet der ZAKB insgesamt 26 Restmüll-, 36 Bioabfall- und 13 Papierleerungen an.

Die Anzahl der tatsächlichen Leerungen ist schließlich Grundlage für die Abrechnung 2018 und die Festsetzung der Fälligkeitsraten für 2019. Die entsprechenden Bescheide werden nach Angaben von Gerhard Goliasch Anfang des kommenden Jahres verschickt. Extra zu beauftragen ist der Abtransport von Sperrmüll oder Elektroschrott. Auch dafür entstehen Zusatzkosten.

Mit dem Beitritt zum ZAKB können die Bürger dessen Wertstoffhöfe nutzen. Der neue Wertstoffhof Viernheims soll am 1. Juli seinen Betrieb aufnehmen. Die Entsorgung gefährlicher Abfälle übernimmt das so genannte Umweltmobil. Dieses hält zweimal pro Jahr an insgesamt 81 Sammelplätzen im Kreis Bergstraße. Die Abgabe für Privatpersonen und Gewerbetreibende ist – für bis zu 500 Kilogramm pro Jahr – kostenlos. Der ZAKB bietet viele Leistungen auch online an. Nach Versand der dafür benötigten Zugangsdaten Mitte Juni können die Kunden den Service nutzen.

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