Viernheim

Einweihung I Männergesangverein 1846 präsentiert sein neues Vereinsheim / Vorsitzender Jens Heinen dankt engagierten Helfern

Chor und Gäste singen im Kanon

Viernheim.„Es ist ein Haus für Singstunden, für kleine Konzerte, für Feiern – genau dafür ist es gebaut.“ Jens Heinen, der Vorsitzende des Männergesangvereins von 1846 (MGV), ist mächtig stolz auf das neu erbaute Vereinshaus am Sandhöfer Weg.

So richtig neu ist das Haus nicht – schon im Januar haben es die Sänger in Betrieb genommen. Die noch ausstehende offizielle Einweihung verbindet der MGV 1846 mit einem Tag der offenen Tür im Vereinsheim und mit Ehrungen für langjährige Mitglieder. „Wir hatten in den vergangenen Monaten schon einige Veranstaltungen, ein Glück, dass uns da nichts passiert ist, so ohne Segen“, sagt Jens Heinen und schmunzelt.

Den kirchlichen Segen erteilen jetzt Pfarrer Markus Eichler von der evangelischen Auferstehungsgemeinde und Diakon Titus Brößner als Vertreter der katholischen Kirche. „Es ist ein schönes Zeichen, das Haus ökumenisch zu segnen“, betont Pfarrer Eichler, und Diakon Brößner ergänzt: „Und das als weltlicher Verein.“ Den Segen sprechen sie gemeinsam und bitten um Gottes Frieden in dem Haus und den Segen für alle, die es geschaffen haben und dort zusammenkommen.

Während Chor und Gäste gemeinsam im Kanon „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“ und „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn“ singen, segnen die kirchlichen Vertreter jeden einzelnen Raum des Vereinshauses. „Auch die Damentoilette“, sagt Diakon Titus Brößner lachend. Jens Heinen ergänzt, dass der Kühlraum ebenso gesegnet wird: „Auf dass er niemals leer wird.“

Der MGV-Vorsitzende erwähnt in seiner Ansprache nochmals die einzelnen Schritte von der ersten Idee vor vier Jahren bis zur Einweihung. Sein Dank gilt vor allem den Helfern des Vereins, die am Bau so vieles in Eigenleistung geschafft hätten – angefangen vom Aufbereiten des Grundstücks über das Anbringen der Dämmplatten und der Akustikdecke bis hin zum Bodenlegen und Wändestreichen. „Es war viel, viel Arbeit“, blickt Heinen auf die Bauphase zurück, „aber es hat auch viel, viel Spaß gemacht und uns als Vereinsmitglieder noch mehr zusammengeschweißt.“

Erinnerung an Deutschen Kaiser

Bürgermeister Matthias Baaß betont in seinem Grußwort die enge Verbindung zwischen Stadt und Verein – nicht nur, weil man mit dem Deutschen Kaiser eine gemeinsame Immobilie besaß. „Es ist sehr schade um dieses traditionsreiche Vereinslokal, aber Stadt und Verein hätten dort sehr viel Geld investieren müssen.“ Baaß ist überzeugt, dass man mit dem neuen Vereinshaus eine passende Alternative geschaffen hat. Der MGV habe für den Bau auch schon ein dickes Lob bekommen, verrät der Bürgermeister: „Beim Vereinsfrühschoppen zum Thema Barrierefreiheit ist sofort aufgefallen, dass der Zugang hier auch Menschen mit Handicap problemlos möglich ist.“

Die Türen des Vereinsheims öffnen sich schon vor der Einweihung und den Ehrungen für alle Interessierten und Neugierigen. Vorstandsmitglieder des MGV zeigen den Besuchern die Räumlichkeiten, die für Festivitäten angemietet werden können. „Wir hatten in diesem Jahr schon über 20 Vermietungen und haben auch im neuen Jahr schon über 20 feste Termine“, berichtet Heinz Wirtz, dass das Haus hauptsächlich für Familienfeiern gebucht werde. 150 Sitzplätze könne der MGV anbieten, der bei den Veranstaltungen auch Getränke, Geschirr und Personal stellt.

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