Viernheim

Bauausschuss II Ausgaben für Jugendfeuerwehr steigen

Container und Haus im Gespräch

Viernheim.. Containeranlage oder Fertighaus: Unabhängig davon, für welche Maßnahme sich die Stadtverordnetenversammlung entscheidet, die neue Unterkunft für die Jugendfeuerwehr wird in jedem Fall teurer als ursprünglich geplant. In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses haben die Parlamentarier über die Erhöhung der Mittel beraten. Im Haushaltsplan stehen 250 000 Euro zur Schaffung von neuen Räumen für die Nachwuchsabteilung zur Verfügung.

Der Verwaltung liegen Angebote für eine Containerlösung vor, für ein Fertighaus sowie für ein Gebäude in Holzbauweise. Keine der Varianten ist mit den Haushaltsmitteln umsetzbar, so dass weitere 50 000 Euro bereitgestellt werden sollen. Erster Stadtrat Jens Bolze erläuterte, warum der Neubau der Jugendräume nicht gemeinsam mit dem Gerätehaus – das in absehbarer Zeit ebenso zu erneuern ist – realisiert wird: „Diese große Maßnahme würde vier bis fünf Millionen Euro kosten, die wir nicht haben. Wenn wir darauf warten, bekommt die Jugend erst einmal nichts.“

Einig waren sich die Politiker, dass für die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr schnell etwas getan werden muss. Welche der drei Planungsvarianten sie favorisieren, wollen die Fraktionen bis zur Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag beraten. Die drei Modelle wurden mit der Feuerwehrleitung besprochen und auch den Jugendlichen vorgestellt. „Alle waren begeistert von dem Fertighaus-Entwurf“, berichtete Stadtbrandinspektor Michael Ahnert.

Die Firma Ecopan aus Bruchsal hat ein Gebäude mit 130 Quadratmetern Nutzfläche im Erdgeschoss, mit großem Schulungsraum, Büro, Lager, Umkleiden und sanitären Anlagen entworfen. Unter dem Pultdach ist ein kleiner Dachboden geplant. Die günstigste Lösung ist der Containerneubau, der mit rund 290 000 Euro um 10 000 Euro unter dem Preis für das Fertighaus liegt. Die Räume sind bei dieser Variante genauso gestaltet wie bei dem Fertighaus, die Bodenfläche ist allerdings etwas größer. Weil die heutigen Container einen anderen Standard aufwiesen als frühere Modelle, wollen die Stadtverordneten diese Möglichkeit bei ihren Beratungen ebenso berücksichtigen.

Traglufthalle für Tennisclub

Ein Raumproblem könnte dagegen der Tennisclub Viernheim für den Winter lösen. Die Plätze in der Tennishalle reichen nicht aus, um den Sportbetrieb für Nachwuchs, Mannschaften und Vereinsmitglieder aufrechtzuerhalten. Der Verein plant deshalb die Anschaffung einer Traglufthalle. Die elastische Hülle soll in den kalten Monaten über den Sandplätzen aufgeblasen werden. Obwohl die Halle maximal sechs Monate im Jahr steht, muss ein Bauantrag gestellt und der Bebauungsplan geändert werden. Denn die Traglufthalle überschreitet die zulässige Höhe von neun Metern um einen halben Meter. su

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