Viernheim

Triathlon II Neues Format beim Regionalliga-Wettkampf

Damen-Team gewinnt als Staffel

Archivartikel

Viernheim.Die erste Schwimmerin schlägt nach 200 Metern am Beckenrand an, aber sie muss nicht wie sonst auf dem schnellsten Weg in die Wechselzone und aufs Rad. Denn zunächst springen nacheinander die Teamkolleginnen ins Wasser, ehe es an die zweite Disziplin geht.

Das neue Format fasziniert vor allem die anderen Sportler: Die Wettkämpfe der Regionalliga werden als Staffelwettbewerb ausgetragen, ein Novum in der Liga. Selbst alte Hasen im Triathlonsport müssen sich da erst einmal kundig machen, wie das Rennen abläuft. Wer darf wann los, wer wartet wo, wer kommt in welche Wechselzone? Bei den Frauen sind vier Starterinnen nacheinander dran, bei den Männern sogar fünf.

Wenn die vierte Schwimmerin das Becken verlässt, wartet die erste Radfahrerin in der ersten Wechselzone. Die anderen haben sich schon in einer zweiten Wechselbox postiert. Jede Radfahrerin klatscht die nächste ab, die sich dann auf den Fünf-Kilometer-Kurs macht. Als die letzte Radfahrerin ins Stadion einbiegt, schickt sie die erste Läuferin auf die Schlussetappe.

Für die Sportler ist es eine Herausforderung. Anders als sonst bei den Regionalliga-Wettkämpfen, bei denen sie eine gute Stunde unterwegs sind, müssen sie jetzt dreimal kurz mit voller Leistung ran und in der Pause den Wettkampfpegel hochhalten. „Beim Teamwettkampf der zweiten Bundesliga gehen die Mannschaften nacheinander gemeinsam auf die Strecke, und erst durch die Endzeit steht der Sieger fest. Beim Staffelrennen sieht man jederzeit, wer gerade in Führung liegt“, erklärt Peter Grüber vom Organisationsteam, was den Reiz des Formats ausmacht.

Was er im Becken und auf den Strecken sieht, stimmt den Betreuer des TSV Amicitia mehr als zufrieden. Denn das Damen- und das Herrenteam mischen ganz vorne mit. Die vier Frauen schwimmen sich einen ordentlichen Vorsprung heraus. Auf dem Rad bauen Caroline Fey, Hannah Geizenauer, Sophia Stößer und Kim Heidemann die Führung aus. Und auf der Laufstrecke geben die TSV-Amicitia-Damen noch einmal richtig Gas und laufen mit über zwei Minuten Vorsprung zum Tagessieg.

Herren auf Platz zwei

Das wollen die Männer zu gern nachmachen. Mit Darmstadt, Frankfurt und dem TSV Amicitia Viernheim liefern sich drei Mannschaften ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Matthias Thome, Marius Manger, Benedict Schnitzler und Jan Werner müssen Darmstadt und Frankfurt zwar etwas ziehen lassen, schicken dann aber Ruben Zillig los.

Der Schlussläufer ist auf der 1,25 Kilometer langen Strecke schnell an dem Frankfurter vorbei und verkürzt den Abstand auf den Führenden immer weiter. Es reicht dann aber doch nicht, der TSV Amicitia wird Zweiter. su

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