Viernheim

Depression Heilpraktikerin Danielle Bruckmaier referiert über chinesische Medizin bei psychischer Erkrankung

Das innere Gleichgewicht finden

Archivartikel

Viernheim.Um ein besonders aktuelles Thema ging es bei einem Vortrag des Naturheilvereins Viernheim, Weinheim und Umgebung in der Kulturscheune. Der Vorsitzende Jörn Mohr stellte die Referentin Danielle Bruckmaier vor, die als Heilpraktikerin als Weg aus einer Depression vor allem die chinesische Medizin mit ihrer 2500 Jahre alten Geschichte nutzt.

In Deutschland leiden nach Erkenntnissen der Wissenschaft mehrere Millionen Menschen an Depressionen und ihren verhängnisvollen Folgen – oft, ohne es zu wissen. Im Winter mit Kälte und Nässe würde diese Zahl noch zunehmen, erklärte die Referentin zu Beginn ihres Vortrags. Depressive Phasen würden von vielen nicht erkannt. „Depression hat viele Gesichter. Sie ist eine Erkrankung, die mit Niedergeschlagenheit sowie körperlichen und psychischen Störungen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Stellung – einhergeht“, beschrieb Bruckmaier das Krankheitsbild. Meist gebe es jedoch eine lange Vorgeschichte, bis es zu einer ausgeprägten Depression komme. In der chinesischen Medizin wird darauf hingewiesen, dass erkrankte innere Organe eine Depression auslösen können, dass aber auch die Depression zu Störungen der inneren Organe führen kann.

Emotionen wie Ärger, Ängste oder Hoffnungslosigkeit würden oft zum Verlust einer gesunden Perspektive führen. Das liegt daran, dass sich Psyche und Körper wechselseitig beeinflussen, erklärte Danielle Bruckmaier und zeigte auf, wie man mit den Erkenntnissen der chinesischen Medizin ohne Medikamente helfen kann. Bei der Behandlung komme es darauf an, die Stelle der Unterbrechung des Gleichgewichts zwischen Yin und Yang – also Körper und Seele – zu finden. Oft würden dabei Gespräche über die Lebensumstände oder auch Akupunktur helfen.

Außerdem würden innerhalb der Behandlung zusätzliche Anleitungen zu einer gesundheitsfördernden Lebensphilosophie gegeben: „Freuen Sie sich jeden Morgen nach dem Aufwachen auf das, was Sie heute erleben werden. Unsere Gedanken beeinflussen, wie wir die Welt wahrnehmen“, so Bruckmaier. Der Vorsitzende Jörn Mohr lud die Gäste außerdem zum „Fest der Dunkelheit vor der Sonnenwende“ am Mittwoch, 18. Dezember, um 20 Uhr in der Kulturscheune ein. H.T.

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