Viernheim

Handball 32:38-Niederlage des TSV Amicitia in Schwäbisch Gmünd

Der Klassenerhalt wird immer schwerer

Viernheim.Der Spieltag verlief ganz und gar nicht nach Wunsch: Von den sechs Kellerkindern, die in der Handball-Oberliga noch um den Ligaverbleib kämpfen, punkteten vier Vereine. Zu den zweien, die leer ausgingen, gehört der TSV Amicitia. Nach dem 32:38 gegen den direkten Konkurrenten TSB Schwäbisch Gmünd sind die Viernheimer auf den letzten Platz abgerutscht.

Aber es gibt noch einen Hoffnungsschimmer: Rechnerisch ist der Klassenerhalt noch machbar, weil die letzten Sechs nur zwei Punkte trennen. Dazu muss aber in den nächsten Spielen gepunktet werden, sonst ist die Oberliga nach nur einer Spielzeit Geschichte.

Dabei begann Viernheim in Schwäbisch Gmünd sehr konzentriert und konnte bis zum 5:6 immer ein Tor vorlegen. Hornstein, Knierim (2), Hubert per Siebenmeter und Gunst (2) waren die Torschützen der ersten sechs Tore. Fünf Gegentreffer in den ersten 15 Spielminuten waren Beleg für eine verbesserte Deckungsarbeit. Zudem nahm der TSV Amicitia den Spielmacher der Gastgeber, Aron Fröhlich, von Beginn an in Manndeckung.

Partie kippt nach Zeitstrafen

Doch in der zweiten Viertelstunde der ersten Hälfte kippte die Partie. Die Schiedsrichter schickten nacheinander zweimal Philipp Bernhardt, zweimal Joshua Brahm sowie Holger Hubert vom Spielfeld – für den Viernheimer Anhang waren die Strafzeiten nur schwer nachvollziehbar. Die Spieler ließen sich aus dem bis dahin erfolgreichen Konzept bringen und gaben, fast ständig in Unterzahl, die Führung aus der Hand. Schwäbisch Gmünd drehte den Spielstand erst zum 8:6, baute den Vorsprung auf 12:8 aus und nahmen diesen Vier-Tore-Vorsprung mit in die Halbzeitpause (15:11).

Viernheim verlegte sich im zweiten Durchgang auf eine verstärkte Offensive. Das führte zu einem Spiel mit offenem Visier auf beiden Seiten – oder zum „munteren Scheibenschießen“, wie die Viernheimer leidvoll feststellen mussten.

Denn die Gastgeber ließen sich nicht mehr einholen, auf jeden Treffer des TSV Amicitia antworteten die Hausherren mit einem Gegentor – oder sogar zwei. Das war extrem bitter für die Viernheimer. In der 38. Minute hatte der TSB so den Abstand auf sieben Tore gestellt (21:14). Geisler, König und Willner verkürzten auf 21:17, aber näher als auf diese drei Treffer kam Viernheim dann nicht mehr heran.

Unerheblich war da die einzige Zeitstrafe im zweiten Durchgang – Philipp Bernhardt musste nach der dritten Strafzeit den Rest von der Tribüne aus anschauen. Zu dem Zeitpunkt (52.) war die Partie aber entschieden, und der TSV Amicitia musste die enttäuschende Niederlage quittieren.

TSV Amicitia: Dennis Hoffmann, Patrick Koch; Philipp Bernhardt, Maximilian Hornstein (3), Joshua Brahm, Marvin Wachter, Philipp Gunst (3), Sven Walther (4), Sebastian Knierim (2), Jannik Geisler (1), Jan Willner (1), Holger Hubert (7/2), Marcel Koch, Marcel König (11/3).

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