Viernheim

Fußball Reserve des TSV Amicitia empfängt SG Viernheim im Waldstadion / Orangene treten als Favoriten an

Derby mit Spannung erwartet

Archivartikel

Viernheim.Lokalderbys haben immer und überall ihren besonderen Reiz und elektrisieren die Fußballfans in Stadt und Land. Da macht auch Viernheim keine Ausnahme, selbst wenn sich die Partie zwischen der zweiten Mannschaft des TSV Amicitia und der SG Viernheim auf unterem Amateurniveau bewegt. Anpfiff ist am Sonntag, 17. November, um 12 Uhr im Waldstadion.

Die Voraussetzungen für dieses Lokalkderby könnten allerdings unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite Gastgeber TSV Amicitia II, bei dem es in dieser Saison nur um den Klassenerhalt geht, auf der anderen Seite die SG Viernheim, die nach schwachem Rundenstart zuletzt mehrmals punkten konnte und einen Platz im oberen Tabellendrittel anstrebt. So ist die aktuelle Lage, weshalb die Gäste in diesem Vergleich die Favoritenrolle tragen. Aber Lokalderbys haben, ähnlich wie der Pokal, ihre eigenen Gesetze.

Bei den Blau-Grünen hat Trainer Amir Nur ein schweres Amt übernommen. Nachdem mehrere Spieler den Verein wegen fehlender Perspektiven verlassen haben – es stand sogar eine Abmeldung im Raum – wurde die Mannschaft kurzfristig zusammengestellt. Zum Zug kamen unter anderem Nachwuchskicker aus der eigenen Jugend, die schon seit Jahren nicht mehr trainiert hatten. Entsprechend holprig war der Start, wobei es anfangs nur zu zwei Unentschieden reichte. Das erste Erfolgserlebnis dürfte das Sportgericht liefern, wenn man die drei Punkte aus dem von den Gästen Türkspor Edingen abgebrochenen Spiel zugesprochen bekommt. Am vergangenen Sonntag wurde das Kellerduell bei der SG Hohensachsen knapp mit 1:2 verloren, was die Abstiegsgefahr deutlich vergrößert hat.

Nicht ganz sorgenfrei geht es aber auch bei den Fußballern aus der Weststadt zu. Auch dort muss Trainer Ümit Erdem immer wieder mit Personalproblemen kämpfen, kann aber auf einige erfahrene Kicker der Alten Herren, die sich aufgrund ihrer Herkunft und aktiven Laufbahn SG Amicitia AH nennen, zurückgreifen. So konnte doch der eine oder andere Sieg eingefahren werden, was zu einem Platz im hinteren Mittelfeld geführt hat. Das Saisonziel ist damit aber noch längst nicht erreicht, denn eigentlich hatte das Team eine Platzierung im einstelligen Bereich angestrebt.

Am Sonntag können die Orangenen fast aus dem Vollen schöpfen, denn mittlerweile hat Kapitän Noah Deuser seine Verletzung auskuriert, und auch die gesperrten Akteure sind wieder einsatzbereit. Die Voraussetzungen für einen Erfolg im Lokalderby sind also gegeben, die Entscheidung wird aber auf dem Kunstrasenplatz fallen. JR

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional