Viernheim

Naturheilverein Vortrag von Carmen Reiss thematisiert Erfolge der Psychotherapie

Die Heilkraft der Gefühle

Archivartikel

Viernheim.Wenn man eine Krankheit ohne Medikamente heilt, wenn traumatische Erinnerungen zu glücklichem Wohlbefinden werden, dann war es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Erfolg der Psychotherapie. Der Naturheilverein Viernheim, Weinheim und Umgebung konnte dieses Thema vielen Besuchern durch einen Vortrag der Mannheimer psychologischen Heilpraktikerin Carmen Reiss vermitteln.

Sie schilderte in der Kulturscheune die Überraschungen, die sie selbst während ihrer Ausbildung zur Integrativen Primärtherapeutin erlebte. Es steht fest, dass die Entscheidungen zum größten Teil vom Unterbewusstsein gesteuert werden. Um eine psychische Erkrankung erfolgreich heilen zu können, muss man erkunden, welches Trauma im Unterbewusstsein diese Erkrankung ausgelöst hat.

Inzwischen hat Reiss nach ihrer gründlichen Ausbildung bereits 35 Jahre Erfahrung über Grenzen und Möglichkeiten der Psychotherapie gesammelt. Da man die Heilkraft der Gefühle nutzen möchte, wird versucht, mit den Erfahrungen der Integrativen Primärtherapie die im Unterbewusstsein gespeicherte Ursache der Erkrankung zu finden.

Das Ziel sei hier immer der Weg zu sich selbst, stellte Reiss fest. „Heile deine Traumata und du heilst dein Leben“, fasste sie die Bemühungen bei der Suche nach der traumatischen Ursache einer Krankheit zusammen.

Zum besseren Verständnis dieses in vielen wissenschaftlichen Studien erarbeiteten Wissens über die Langzeitfolgen von Traumata, nannte sie sowohl körperliche als auch seelische Erkrankungen und kam so zu den Mechanismen der Heilung. Sie nannte es den „Weg zurück, zum Auflösen der angesammelten Erstarrungen“. Auf dem Weg zu sich selbst, beim Durchgang zu diesem Heilungsprozess, erlebe man oft eine große Verwandlung. Die traumatischen Blockaden könnten sich lösen. Zwänge und Krankheiten könnten verschwinden, Klarheit, Einsicht und Selbstbewusstsein könnten sich einstellen. Dies bedeute jedoch nicht, dass Patienten nach einer Primärtherapie nie wieder unglücklich sein werden. Es bedeute vielmehr, dass sie ihre Probleme realistisch bewerten und nicht wieder unter unerklärlichen Spannungen und Ängsten leiden, schloss Reiss ihren Vortrag. H.T.

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