Viernheim

Bannholzgraben II Anwohner wehren sich und machen der Verwaltung alternative Vorschläge / Treffen vor Ort mit dem Ersten Stadtrat Jens Bolze

Die Zufahrtswege bleiben weiterhin umstritten

Viernheim.Noch ist nicht’s entschieden, so lange wollen einige Anwohner im Bannholzgraben aber nicht warten. Eine Bürgerinitiative (BI) richtet sich gegen die geplanten Zufahrtsstraßen zum Baugebiet Bannholzgraben II, aber auch gegen die vorgeschlagenen Routen für die Baustellenfahrzeuge.

Nachdem man die Überlegungen bereits mehreren Parteien (außer FDP und Linke) präsentiert hatte, war am Dienstagnachmittag auch der Erste Stadtrat Jens Bolze in seiner Funktion als Baudezernent vor Ort.

Gruppe bestens vorbereitet

Die kleine Gruppe zeigte auf den Besuch aus dem Rathaus sich bestens vorbereitet, hat die Ideen und Vorwürfe aber auch schon mehrfach präsentiert. BI-Sprecher Reiner Hiske konnte anhand von Plänen die eigenen Überlegungen detailliert aufzeigen. „Dass die Erweiterung kommt, war ja schon beim Beginn der Bebauung Bannholzgraben klar.

Über die Umsetzung muss man aber diskutieren. Das war leider nicht mit allen Parteienvertretern möglich“, so das Unverständnis der von den künftigen Baumaßnahmen betroffenen Anwohner. Darunter auch Leute aus der Walter-Gropius-Allee (alter Weinheimer Weg), die eine zusätzliche Verkehrs- und Lärmbelästigung befürchten. Nachdem in den ersten Planungen der Michael-Ende-Weg als eine Zufahrt zum Bannholzgraben II vorgesehen war und auch entsprechend angelegt wurde, sollen jetzt gesonderte Zufahrtsstraßen gebaut werden. „Da haben wohl einige prominente Bewohner Einfluss genommen“, so die Vermutungen. Gerade CDU und die UBV scheinen schon feste Meinungen zu haben.

„Das verwundert, denn gerade die Unabhängigen rühmen sich ja, eigenständig zu sein und die Interessen aller Bürger zu vertreten, jetzt werden aber schon Koalitionen geschmiedet“ zeigte nicht nur Bernhard Moog Unverständnis.

Keine zusätzlichen Straßen

Die Forderungen der Bürgerinitiative sind klar und auch nicht utopisch. Keine zusätzlichen oder anderen Wege ins Neubaugebiet. Der Michael-Ende-Weg und die Dina-Weißmann-Allee seien ausreichend.

Der Baustellenverkehr, der sicher mehrere Jahre fließt, soll über den Wiesenweg und eine neu anzulegende temporäre Schotterstrecke geführt werden. Man scheue sich auch nicht im Notfall den Rechtsweg zu beschreiten. „Die Kirschbäume bleiben stehen“, widersprach Jens Bolze gleich zu Beginn einem Gerücht, er hätte bereits eine Abholzung angeordnet. Überhaupt werde viel erzählt im Zusammenhang mit den Planungen und nicht alle entspräche der Wahrheit. Dabei geben es genaue Vorgehensweisen, wie so ein Verfahren abläuft.

„Noch können Pläne geändert werden, denn Vorschläge und Einwände kommen aus vielen Richtungen. Auch die Experten der Verwaltungen bringen ihre Kompetenz ein. Am Ende aber entscheiden die 45 Stadtverordneten“, schildert der Baudezernent das Prozedere. Seiner Meinung nach haben die Alternativen und Pläne der Bürgerinitiative aber einige Kommunalpolitiker ins Grübeln gebracht.

„Wir werden die weitere Vorgehensweise transparent lassen, es wird nichts unter den Teppich gekehrt“, versprach Bolze auch künftig mit offenen Karten zu spielen. Bei der Zeitschiene zeigte er sich vorsichtig optimistisch. Der Beschluss könnte noch im Dezember deses Jahres gefasst werden. JR

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