Viernheim

Politik SPD bewegt sich virtuell durchs Rathaus / Mitarbeiter berichten von Folgen der Pandemie und Plänen für mehr Nachhaltigkeit

Digitalisierung schreitet weiter voran

Viernheim.Der Rathaus-Rundgang der SPD hat Tradition. Wegen der Corona-Pandemie berichteten die Vertreter der Verwaltung in diesem Jahr allerdings bei einer virtuellen Veranstaltung von ihrer Arbeit. Die Teilnehmer schalteten sich mit ihren Computern von zu Hause oder aus ihren jeweiligen Büros zusammen.

Erste „Station“ war das Brundtlandbüro. Philipp Granzow berichtete, dass dort mithilfe von Fördergeldern des Bundesumweltministeriums zum Jahresanfang zwei zusätzliche Stellen geschaffen wurden. Künftig kümmern sich die neuen Mitarbeiter um die Bereiche Mobilität beziehungsweise nachhaltige Lebensstile und Klimaanpassung.

Anschließend blickte Wirtschaftsförderer Alexander Schwarz auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Vor allem im März und im April meldeten sich viele Unternehmer, um sich unter anderem nach Corona-Vorschriften, Förderprogrammen oder Regelungen für Insolvenzen zu erkundigen. Die Wirtschaftsförderung ordnete die Informationen zu den Themen und stellte sie auf einer Internetseite bereit, die regelmäßig aktualisiert wird.

Eine Werbekampagne mit prominenten Viernheimern machte auf die schwierige Lage der Gastronomiebetriebe aufmerksam. „Das größte Problem ist, dass Unternehmen Insolvenz anmelden müssen, weil die Hilfszahlungen sehr lange auf sich warten lassen“, erklärte Schwarz. Fünf Geschäfte machten von dem EU-Förderprogramm Lokale Ökonomie Gebrauch. Die Fördersumme beläuft sich auf rund 90 000 Euro.

Harald Hofmann, Leiter des Fachbereichs Bürgerkommune und Engagementförderung im Amt für Kultur, Bildung und Soziales, berichtete von Plänen der Verwaltung, einen Nachhaltigkeitsrat zu gründen. Darin sollen alle Organisationen eingebunden sein, die „bewusst oder unbewusst“, die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umsetzen, um zum Beispiel Armut und Hunger in der Welt zu bekämpfen. Eine im vergangenen Jahr geplante Auftaktveranstaltung musste wegen der Pandemie ausfallen.

Die Digitalisierung im Rathaus thematisierte Philipp Haas, Leiter der Abteilung Einkauf, Organisation und EDV im Hauptamt. Das sogenannte Online-Zugangsgesetz gibt vor, dass die Verwaltung bis Ende 2022 alle ihre Dienste auch digital anbieten muss. In Viernheim können heute unter anderem schon die Angebote des Standesamts digital genutzt werden. „Beim Ausstellen einer Geburts- oder Sterbeurkunde sind alle Schritte von der Beantragung bis zur Bezahlung online möglich“, erklärte Haas.

Prozesse verbessern

Zusammen mit dem Ordnungsamt werde gerade daran gearbeitet, das auch beim An- und Abmelden von Hunden umzusetzen. Generell gehe es nicht darum, einfach nur ein Formular ins Internet zu stellen. „Die Prozesse sollen auch verbessert werden. Von der Digitalisierung profitieren nicht nur die Bürger, sondern auch die Verwaltung“, so Haas.

Abschließend berichtete dann noch Michaela Frößinger, die Leiterin der Stadtbibliothek, von deren digitalem Angebot. So gibt es zum Beispiel in dieser Woche eine Podcast-Reihe für Kinder. Dabei wird an jedem Tag eine andere Geschichte vorgelesen.

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