Viernheim

Kultur AMS-Theater-AG präsentiert Schauspiel-Klassiker „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“

Ehedrama in drei Akten

Archivartikel

Viernheim.Im Jahr ihres zehnjährigen Bestehens hat die Theater-AG der Albertus-Magnus-Schule (AMS) einen wahren Klassiker der amerikanischen Theaterliteratur auf ihren Spielplan gesetzt: Edward Albees Schauspiel „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“, das spätestens seit der Verfilmung mit Elizabeth Taylor und Richard Burton Weltruhm erlangt hat. Aufgeführt wird das Stück in drei Akten am Mittwoch und Freitag, 5. und 7. Februar, jeweils um 19 Uhr in der Aula der AMS.

Im Zentrum von Albees Drama steht das Ehepaar George und Martha (gespielt von Lukas Ahrens und Mareike Pich), das nach einer ausschweifenden College-Party auf einen Absacker zu sich nach Hause einlädt. Der ambitionierte junge Biologieprofessor Nick (Nils Tegethoff) nimmt die Einladung seines älteren Kollegen dankend an, hofft er doch, hierdurch seine Karriere vorantreiben zu können.

Zusammen mit seiner schon reichlich angetrunkenen Ehefrau Putzi (Hannah Andreas) macht er sich auf den Weg zu George und Martha – doch der Abend entwickelt sich völlig anders als erhofft: Mit einer Reihe kurioser Spiele fühlt das ältere Ehepaar seinen jungen Gästen auf den Zahn und deckt dabei dunkle Geheimnisse auf, die besser nie ans Licht gekommen wären.

Beißende Komik

George und Martha führen das junge Paar vor, um hierdurch ihre eigenen Eheprobleme und ihre eigene Verzweiflung ertragbar zu machen. Der Alkohol fließt in Strömen, und bald eskaliert die Situation vollständig. Eines führt zum anderen und der Abend endet schließlich in einer Katastrophe.

Albee vereine in seinem Schauspiel-Klassiker virtuos Elemente des Gesellschaftsdramas mit denen des humoristischen und absurden Theaters, heißt es in der Ankündigung. Mal mit beißender Komik, mal mit erschreckendem Realismus zeichne er das Bild einer amerikanischen Ehe zwischen Liebe und Hass und offenbare dabei gleichzeitig menschliche Abgründe in einer in der Theatergeschichte so noch nie da gewesenen Form. In der Inszenierung der Theater-AG der AMS unter der Leitung von Regisseur Patrick Mertens ist Albees Vier-Personen-Stück zu gleichen Teilen mit Schülern und Ehemaligen besetzt: „Um die Dynamik zwischen den zwei Generationen bestmöglich herauszuarbeiten“, erklärt Mertens. red/cao

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