Viernheim

Klasse Kids Forscherteam und Nibelungenschüler beschäftigen sich in der Naturshow mit der Frage, woraus unser Planet besteht

Ein großes Glas voll Sauerstoff

Archivartikel

Viernheim.Bo Celsius und Friedrich Fahrenheit – zwei Forscher mit einem großen Ziel: Sie wollen die Welt nachbauen. Hilfe bekommen sie dabei von den Schülern der Klasse 4c der Nibelungenschule. Forscher und Schüler überlegen gemeinsam: Aus was besteht unser Planet? Was brauchen Menschen und Tiere, um zu überleben?

Ziel dieser außergewöhnlichen Schulstunde ist es, den Kindern Wissenswertes über die Erde, deren Zusammensetzung, über Wasser, Luft und Mineralien, über Photosynthese und den menschlichen Körper beizubringen. All das verpacken die beiden Darsteller Daniela Wöhler – alias Bo Celsius – und ihr Kollege Matthias Rott – alias Friedrich Fahrenheit – in einer netten Geschichte.

Die beiden „Forscher“ sind am Donnerstag im Auftrag des Beltz-Verlags an die Nibelungenschule gekommen, um mit den Viertklässlern eine Stunde lang auf Entdeckungsreise zu gehen. Die 4c hatte zuvor beim Medienprojekt „Klasse Kids“ des „Südhessen Morgen“ mitgemacht und diese besondere Schulstunde mit dem Titel „Die Naturshow – entdecke die Wildnis vor deiner Haustür“ gewonnnen.

Bakterien brauchen Hilfe

Für die spannende Geschichte, die Wissenswertes vermitteln soll, spielen die Knopfzellenbatterien, die an den Schläfen der beiden Darsteller kleben, eine große Rolle: Durch diese Zellen können Bo Celsius und Friedrich Fahrenheit nämlich Kontakt zu Bakterien aufnehmen, die sieben Milliarden Kilometer gereist sind, um auf die Erde zu gelangen. Und der Planet gefällt den mikroskopisch kleinen Lebewesen dermaßen gut, dass sie ihn gerne nachbauen wollen.

„Wollen wir ihnen bei ihrem Plan helfen?“, fragt Forscher Friedrich die Kinder. „Jaaa!“ antworten diese. Und schon geht’s los mit dem Fragemarathon: „Was brauchen wir Menschen, um zu überleben?“ Die Schüler müssen nicht lange überlegen: „Sauerstoff natürlich!“ Forscher Friedrich zieht aus seinem blinkenden Koffer eine leere Glasflasche, schwenkt sie wild durch die Luft und schraubt am Ende den Deckel darauf. „Den Sauerstoff haben wir für die Bakterien schon einmal eingepackt“, sagt er zufrieden.

Doch wie entsteht eigentlich unsere Luft? Schülerin Kuzey weiß die Antwort: „Durch Bäume“, sagt sie – und darf auch gleich den Baum spielen: Ihre hoch erhobenen Arme sind die Äste. An ihnen erklärt Forscher Bo, wie die Blätter des Baumes durch Photosynthese Sauerstoff produzieren. „Dank mir könnt ihr atmen“, sagt Kuzey am Ende stolz. „Doch was braucht der Baum zum Leben?“, fragen die Forscher. Elsa weiß eine Antwort: „Wasser!“ Viele weitere Finger gehen in die Höhe: Außerdem noch die Sonne, Wurzeln, damit er nicht umfällt, und Erde mit Mineralien. Also packt Forscher Friedrich noch ein Glas mit Erde in den Koffer. Für die Bakterien, damit sie diese reproduzieren können, wenn sie ihren Planeten bauen. Eine Sonne haben sie schon, wissen Bo und Friedrich. Außerdem kommen noch zwei weitere verschlossene Gläser hinzu – eins mit Salz- und eines mit Süßwasser.

Der Evolution ihren Lauf lassen

„Haben wir jetzt endlich alles?“, fragen die Forscher. Die Kinder überlegen. Irgendwas fehlt doch ... natürlich: die Evolution! „Doch da müssen wir den Dingen ihren Lauf lassen“, sagen Bo und Friedrich. Und das könne – wie auf der Erde eben auch – einige Millionen Jahre dauern. Zum Abschluss bekommen die Schüler noch ein Blatt Papier mit nach Hause. Darauf sollen sie notieren, welche Wildnis sie vor ihrer Haustür entdecken.

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