Viernheim

Radeln in Viernheim Positionen der FDP-Fraktion zu den Forderungen des ADFC / Viele Eigentumsfragen für Kreisel und Abstellanlagen

„Ein K.o.-Kriterium sind die Kosten“

Archivartikel

Viernheim.Durch einen internen Übermittlungsfehler haben wir in unserem Beitrag über die Positionen der Fraktionen zu den Forderungen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) vom 22. August nicht die Position der FDP wiedergegeben. Wir bedauern diesen Fehler sehr und liefern sie hier nach.

Wie sieht Ihre Fraktion die Möglichkeit, einen Kreisel an der Entlastungsstraße West/Mannheimer Straße (Höhe Poco) sowie an der Kreuzung von der Bebel- zur Ebertstraße zu realisieren?

FDP: Wir gehen davon aus, dass ein Kreisel an dieser Stelle nicht auf der bisherigen Straßenfläche zu errichten ist. Insbesondere im Hinblick auf die Kurvenradien müsste eine erheblich größere Fläche versiegelt werden, wobei die Eigentumsverhältnisse (Kreisstraße, landwirtschaftliche Fläche, Golfclub) noch zu klären wären. An der Kreuzung Friedrich-Ebert-/Wiesenstraße würde der Platz für einen Kreisel wohl ausreichen. Ein solcher Kreisel macht allerdings mehr Sinn, wenn er gleichzeitig mit einem Radweg auf der Südseite der Friedrich-Ebert-Straße kombiniert würde. Derzeitiges K.o.-Kriterium sind die Kosten.

Wie stehen Sie zur Forderung, mehr sichere Abstellmöglichkeiten in der Stadt und entlang der OEG-Trasse einzurichten?

FDP: In der Fußgängerzone sind eine große Anzahl von Fahrradständern errichtet worden. Auf privatem Gelände kann die Verwaltung keine Fahrradständer errichten. Dies ist auch das Problem für weitere Abstellplätze an den OEG-Haltepunkten. Hier kann die Verwaltung lediglich das Gespräch suchen.

Die „Überlandstrecken“ sollen nach Meinung des ADFC ausgebaut werden, gerade in Richtung Weinheim – wie ist Ihre Meinung?

FDP: Eine Fahrradschnellstraße auf der ehemaligen Eisenbahntrasse war mehrfach Gegenstand der Diskussion. Hier stehen Kosten und Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis, zumal wieder Eigentumsfragen zu klären wären und die Stadt womöglich die Unterhaltungslasten für weitere Brücken übernehmen müsste.

Der Handel sei zu schlecht angebunden für Radfahrer – was meinen Sie dazu?

FDP: Die Geschäfte im westlichen Teil der Heidelberger Straße sind über den Kapellenberg (OEG-Haltestelle) zwar nicht gut, aber erreichbar. Im östlichen Teil der Heidelberger Straße existieren schmale Fahrradwege. Die Situation für Radfahrer in der Heidelberger Straße ist aus unserer Sicht nicht optimal. Es stellt sich allerdings auch hier neben der Finanzierung die Frage, auf welchem Gelände Fahrradstrecken errichtet werden sollen.

Mehr Fahrradstraßen, bessere Markierungen, weniger Schwellen ... wie stehen Sie zu diesen Forderungen?

FDP: Der Sinn einer Fahrradstraße ist den meisten Verkehrsteilnehmern unbekannt. Es kommt regelmäßig zu Konflikten zwischen Rad- und Kfz-Fahrern. Von einigen wird die vorhandene, vorfahrtsberechtigte Fahrradstraße als Schnellstraße gegenüber den parallel verlaufenden Straßen genutzt. Insofern stehen wir der Idee einer Umwidmung der Rathausstraße zur Fahrradstraße skeptisch gegenüber. Manche Markierungen sind ausbesserungsbedürftig oder fehlen. Dies dürfte mit geringerem Kostenaufwand von der Verwaltung zu beheben sein. bur

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