Viernheim

Städtepartnerschaft Delegation aus Franconville besucht Rathaus / Bürgermeister Baaß lobt Kinderbetreuung in Frankreich

Einblicke in die Stadtverwaltung

Viernheim.Um sich mit der Organisation der beiden Stadtverwaltungen zu beschäftigen und neue Projekte anzustoßen, trafen sich Vertreter der Partnerstädte Franconville und Viernheim zu Gesprächen im Rathaus. „Bei der Partnerschaftsfeier im vergangenen Jahr wurde ein direkter Austausch auf Verwaltungsebene ins Spiel gebracht, der auch recht zügig realisiert werden konnte. Es war interessant, die Arbeitsweise auf der anderen Seite kennenzulernen. Außerdem konnten wir die Städtepartnerschaft fit für die Zukunft machen“, zog Bürgermeister Matthias Baaß zum Abschluss der Gespräche eine positive Bilanz.

Bei Franconvilles neuem Bürgermeister Xavier Melki ging es auch darum, die deutsche Partnerstadt zu besuchen. Nach dem Rücktritt seines Vorgängers hat der zweifache Familienvater dieses Amt vorzeitig angetreten und jetzt auch die Zeit, sich um die Städtepartnerschaft zu kümmern. „Die Verbindung ist in der Nachkriegszeit entstanden und hat gerade bei der Völkerverständigung gute Dienste geleistet. Weil viele Bürger beider Länder die Nachwirkungen des Krieges nicht erlebt haben, gilt es, das Zusammenleben zu intensivieren“, sagte Melki.

Im Vordergrund des Verwaltungsaustauschs standen die Themenbereiche Bürgerdienste, soziale Stadt und Personalwesen. Mit Melki waren daher die stellvertretende Bürgermeisterin Marie-Christine Cavecchi, Sozialamtsleiterin Stéphanie Zenadji, der stellvertretende Personalleiter Didier Bohbot sowie Marjolaine Asin, Leiterin der Kulturabteilung, angereist.

Auf Viernheimer Seite war Rudolf Hass vom Kultur- und Sportamt in die Gespräche eingebunden. Neben dem fachlichen Austausch standen die Besuche mehrerer Viernheimer Einrichtungen auf dem Programm. Dazu zählte eine Museumsführung, die Besichtigung der Stadtbücherei sowie die Teilnahme an der Sitzung der Kommission für städtepartnerschaftliche und internationale Beziehungen, der Besuch des Bürgerbüros und des Standesamts. Abstecher gab es auch zur städtischen Jugendförderung, an die Albertus-Magnus-Schule sowie zum Verein Lernmobil. Eine Stadtrundfahrt stand unter dem Motto „Soziale Stadt“. Nicht fehlen durfte ein Ausflug nach Heidelberg. Zum Abschluss befassten sich die Verwaltungsexperten mit dem Personalwesen beider Städte. „Was mich beeindruckt hat, sind die Bereiche Bildung und Kinderbetreuung in Krippen und Tagesstätten. Das ist wirklich vorbildlich“, lobte Baaß die Konzepte der Franzosen. Xavier Melki zeigte sich von der Kultur in Viernheim angetan, zudem würdigte er die Betreuung der Schulabgänger. „Da haben wir Nachholbedarf.“ JR

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