Viernheim

Projekttage Schillerschüler lassen Buchinhalte lebendig werden / Drittklässler als Zirkusartisten und Jongleure aktiv / Vorführungen beim Schulfest

Elefant und Regenbogenfisch spielen Hauptrollen

Viernheim.Elmar staunt über seine buntkarierte Elefantenhaut, der Regenbogenfisch findet Freunde, im Zirkus gibt es eine junge Clownin, und Greg schreibt neue Abenteuer in sein Tagebuch: An der Schillerschule dreht sich in dieser Woche alles um das Buch. „Ein Buch wird lebendig“ ist das Thema der drei Projekttage an der Grundschule. „Die Projekte finden entweder im Klassenverband oder in gemischten Gruppen oder auch gemeinsam mit der ganzen Jahrgangsstufe statt“, sagt Schulleiterin Stefanie Brand und stellt das etwas veränderte Konzept vor.

Jede der vier Klassenstufen beschäftigt sich mit genau einer Lektüre. Der buntkarierte Elefant Elmar ist das Thema bei den Erstklässlern. Anke Volkert hat mit den Schülern ein Brettspiel kreiert. „Und wenn man auf das schwarze Feld kommt, muss man eine Karte ziehen und eine Aufgabe erfüllen“, erklärt Schülerin Derya ihr Spielfeld. In der Klasse von Julia Kremser erstellen die Schüler ein eigenes Elmar-Buch mit buntem Titelbild, mit Geschichten, Ausmalbildern und Rätseln. Ein riesiges Elmar-Bild entsteht bei Melanie Rhein: Jeder Erstklässler darf sich mit einem Feld in der Lieblingsfarbe auf dem Elefanten verewigen.

Ein anderes Tier, nämlich der Regenbogenfisch, ist Thema in den zweiten Klassen, die in drei Gruppen aufgeteilt sind. Sie spielen die Geschichte als Schattentheater mit selbst gebastelten Fischpuppen nach oder machen aus der Erzählung mit Instrumenten eine Klanggeschichte. Clarisse Miettaux bastelt ein Aquarium mit den Erstklässlern. Sorgfältig werden angemalte Fische, Algen und Tintenfische aus Wollfäden in den blau bemalten Schuhkartons drapiert. „Gregs Tagebuch“ ist bei den ältesten Schillerschülern angesagt. Die Mädchen und Jungen aus der vierten Klasse denken sich neue Geschichten aus, die Greg in sein Tagebuch schreiben könnte.

Video gibt Hilfestellung

Wie bei den Originalbüchern zeichnen sie auch dazu. Eine Video-Anleitung gibt Hilfestellung, wie man Greg am besten malt. In einem zweiten Projekt werden auch andere Comics unter die Lupe genommen. Und in der dritten Gruppe werden die Alltagsgeschichten tatsächlich lebendig, denn die Viertklässler spielen einzelne Szenen wie in einem Theaterstück nach.

Die Drittklässler haben sich auf dem ganzen Stockwerk breit gemacht, sie haben die Geschichte „Spaß im Zirkus Tamtini“ gelesen und versetzen sich jetzt selbst in die Zirkuswelt. Sie zeichnen erst ihre Köperumrisse auf ein riesiges Blatt Papier. Und dann machen sie lebensgroße Zirkusfiguren daraus. Mit Stoffen, Knöpfen, Wolle, Federn und viel Farbe werden die Kinder zu Zirkusdirektor, Gewichtheber, Seiltänzerinnen oder Clown.

Zudem versuchen sich die Schüler als Artisten und Jongleure und lassen morgen die Schule zur Zirkusmanege werden. Der Abschluss der Projekttage ist nämlich wie immer das große Schulfest. Am Freitag von 15 bis 18 Uhr gibt es im Schulhaus, in der Turnhalle oder im Hof – je nach Wetterlage – verschiedene Präsentationen und Vorführungen. Da wollen die Schüler zeigen, wie lebendig ihre Bücher geworden sind. su

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