Viernheim

Pogromnacht Gedenkfeier in der Kulturscheune

Erinnerung an jüdische Schicksale

Viernheim.Ein Zeichen setzen gegen Hass und Intoleranz – dies möchte die Stadt mit dem Gedenken an die Reichspogromnacht am Samstag, 9. November, 18.30 Uhr, in der Kulturscheune (Satonévri-Platz). Die Feierstunde beginnt mit dem Glockengeläut aller Viernheimer Kirchen.

Mitgetragen wird die Veranstaltung von dem jüdischen Religions- und Kulturverein „Schalom“, dem Ausländerbeirat und dem Forum der Religionen. Der jüdische Religionswissenschaftler Yuval Lapide gestaltet mit Jugendlichen der Alexander-von-Humboldt-Schule an dem Abend den Gastvortrag. Lapide engagiert sich europaweit im jüdisch-christlichen Dialog. Die Schülergruppe beschäftigt sich mit dem Schicksal von Juden, die unter dem Druck des Nationalsozialismus zur Emigration gezwungen waren.

Heimat und Leben verloren

Eine Viernheimerin, die nicht rechtzeitig fliehen konnte, ist Dina Weißmann. Ihr wurde 1997 auf Beschluss von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung ein Straßennamen im Gebiet Bannholzgraben gewidmet. Die Parlamentarier sahen diesen Beschluss auch als Beitrag zur Erinnerung an alle Viernheimer, die unter der NS-Diktatur ihre Heimat und ihr Leben verloren, heißt es in einer Mitteilung der städtischen Presse- und Informationsstelle. red

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