Viernheim

Umfrage Türkische Mitbürger freuen sich auf die Europameisterschaft 2024 in Deutschland / „Schon eine gute Wahl“

Erinnerungen an die Fußball-WM 2006

Archivartikel

Viernheim.Bei den Fußballfans hierzulande war die Spannung besonders hoch, als im schweizerischen Nyon die europäische Fußball-Union (UEFA) das Austragungsland für die Europameisterschaft 2024 bekanntgab.

Die Wahl fiel letztendlich auf Deutschland, das sich gegen die Türkei durchgesetzt hat. Ein Favoritensieg, wie die Experten vermutet hatten, mit dem auch die türkischen Mitbürger in Viernheim ganz gut leben können. Der „Südhessen Morgen“ hat sich in der Innenstadt umgehört und durchgehend positive Antworten erhalten. Alle Befragten erinnerten sich gerne an die Weltmeisterschaft 2006, als Viernheim den Apostelplatz in eine große Fußball-Arena verwandelte, wo die Fans vier Wochen lang mit Freunden aus der ganzen Welt ausgelassen feierten. So soll es auch in sechs Jahren werden, auch wenn die Stadt dann eher nicht für eine Neuauflage des „Heimspiels“ sorgen wird.

„Die Entscheidung geht in Ordnung. Ich lebe ja hier in Deutschland und bekomme das Geschehen dann auch ganz hautnah mit. Natürlich wird diese Großveranstaltung auch für einen wirtschaftlichen Schub sorgen. Viele Voraussetzungen für so einen Wettbewerb sind ja schon gegeben“, macht Berkant Aslaner vom Obst- und Gemüsegarten Aslaner gleich auf mehrere Aspekte aufmerksam. Der Türkei hätte er den Zuschlag zwar auch gegönnt, „aber hier bei uns ist es sicher besser“, war dem Einzelhändler und Fußballanhänger die Vorfreude anzumerken.

Cem Isik, der vor wenigen Wochen das Restaurant „Cems türkische Küche“ am Anfang der Rathausstraße eröffnet hat, sieht es ähnlich: „Deutschland war schon eine gute Wahl mit den tollen Fußballstadien, der ganzen Infrastruktur und den wirtschaftlichen Möglichkeiten. Ich erinnere mich immer noch gerne an die WM 2006 zurück, als in Viernheim und im ganzen Land gefeiert wurde und sich die Deutschen einen guten Ruf in der Welt verschafften. Die Türkei wäre zwar auch ein guter Gastgeber geworden, aber hier haben wird das Geschehen eben direkt vor der Haustür“.

Für Muzaffer Kargagöz, Vorsitzender des Ausländerbeirats und Jugendfußballtrainer, war das Wahlergebnis ebenfalls keine Überraschung. „Das war abzusehen, denn die Deutschen haben eine hervorragende Bewerbung abgeliefert und sind bekannt für ihr Organisationstalent. Ich hätte es der Türkei gewünscht, gerade nach drei vergeblichen Anläufen. Dort gibt es ebenfalls moderne Stadien, und die Fußballanhänger sind mindestens genau so begeisterungsfähig und verrückt wie hier in Deutschland. Allerdings kommen viele türkische Mitbürger auch hier in den Genuss der EM“.

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