Viernheim

Kriminalität Keine Spuren zu Geldautomatensprengungen

Ermittlungen laufen noch

Viernheim.Die Verwüstungen an den Geldautomaten in der Commerzbank-Filiale in der Innenstadt sind nicht mehr zu sehen, im Rhein-Neckar-Zentrum (RNZ) sind knapp eineinhalb Monate nach dem Vorfall die Spuren ebenfalls verschwunden. Viernheim ist eine von mehreren Städten in der Region, in der Kriminelle diese Technik angewendet haben, um an den Inhalt der Geldautomaten zu kommen. Meistens wird dazu Gas aus einer Flasche in das Gerät geleitet. Die Täter zünden es an und zerstören so den Automaten.

Die Polizei ermittelt bislang erfolglos, wer hinter den Attacken stecken könnte und bittet weiter um Hinweise aus der Bevölkerung. Zu laufenden Verfahren werde aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft über Zwischenstände oder Erkenntnisse gegeben, erklärte Martin Ahlich von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Polizeipräsidiums Mittelhessen. Dort in Gießen sind die Fahndungen zentralisiert. Warum ist das so? „Die Ermittlungen zu Geldautomatensprengungen in Hessen werden durch die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt geführt“, erläuterte Ahlich. „Die Bearbeitung dazu obliegt seit Anfang 2017 der Kriminalpolizei beim Polizeipräsidium Mittelhessen.“

2018 zwölf Attacken in Hessen

Es gehöre zum Umfang der Ermittlungen zu prüfen, ob es Zusammenhänge zwischen den Taten gebe und ob ein Einzeltäter oder eine Gruppe für eine oder mehrere Taten verantwortlich sein könnten – das werde für jeden einzelnen Fall abgeklopft. Im Jahr 2017 gab es in Hessen landesweit insgesamt 42 Sprengungen von Geldautomaten, dieses Jahr sind es bisher zwölf. 

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