Viernheim

Wochenmarkt Händler raten von Hamsterkäufen ab

„Es ist genügend Ware da“

Viernheim.„Bleiben Sie gesund!“ wünschten die Verkäufer ihren Kunden auf dem Wochenmarkt, anstatt sich mit „Tschüss“ oder „Auf Wiedersehen“ zu verabschieden. Seitdem der erste Infizierte am vergangenen Donnerstag in Viernheim gemeldet wurde, ändern sich die Riten und Gepflogenheiten in der Stadt. Auf dem Rovigo-Platz hielten die Kunden Abstand in den Schlangen, ließen sich aber auch vom Dauerregen nicht vom Einkauf abschrecken. Sogar der Blumenhandel florierte: „Wenn man schon zu Hause bleiben muss, dann soll es dort wenigstens angenehm sein“, betonte eine Viernheimerin.

Bastian Eppel geht regelmäßig auf den Wochenmarkt. „Es ist toll, dass man hier noch einkaufen kann“, sagte er. „Die Leute halten sich auch an die Vorgaben. Die Lage zeigt uns, dass es auch ohne Sportveranstaltungen oder Feste gehen kann. Der Alltag reduziert sich derzeit auf das Wesentliche.“ Eine Ausgangssperre als letzte Konsequenz schließt Eppel nicht aus, „weil sich einige Mitbürger einfach nicht an die Vorgaben halten“.

Die beiden Händler Dieter Krug und Berkant Aslaner erklären unisono: „Wenn die Politik nichts anderes entscheidet, dann sind wir am kommenden Samstag wieder hier.“ Derzeit müsse man aber täglich mit neuen Vorschriften rechnen.

„Es ist genügend Ware da, die frisch eingekauft wird“, betonte Aslaner und riet von Hamsterkäufen deutlich ab. „Die Kunden zeigen sich aber verständnisvoll und halten auch den nötigen Abstand ein“, so der Obst- und Gemüsehändler. „Die Kunden kommen auch in dieser schwierigen Situation und es bleibt sogar Zeit für das eine oder andere kurze Schwätzchen“, beschrieb Krug die Wichtigkeit sozialer Kontakte. „Natürlich aber mit dem vorgeschriebenen Abstand.“ JR

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