Viernheim

Kunst Ausstellung „Meine Sicht der Dinge“ der Künstlerin Birgit Ullmer eröffnet / Aquarelle bis zum 4. Oktober in Kulturscheune und Rathausgalerie zu sehen

Farbübergänge schaffen große Lebendigkeit

Viernheim.„Mein Ziel ist es, liebliche Bilder zu malen, um eine positive Stimmung zu verbreiten. Im Alltag sieht man ja schon genug Negatives“, erklärte Birgit Ullmer bei der Eröffnung ihrer Ausstellung „Meine Sicht der Dinge“ in der Kulturscheune. Dort und in der Rathausgalerie sind noch bis zum 4. Oktober 58 von der Künstlerin geschaffene Aquarelle zu sehen.

Ullmer widmet sich der der Kunst nur in ihrer Freizeit widmet – sie ist eigentlich Zahnärztin in Mannheim. Klaus-Dieter Stöppel, ehemaliger Leiter des städtischen Kulturamtes und Organisator der Ausstellung, betonte jedoch die Professionalität ihrer Bilder. Bei Aquarellen müsse sich der Künstler vor dem Malen genau überlegen, an welchen Stellen das Bild weiß bleiben soll, und dann andere Elemente hinzufügen. Das beherrscht Ullmer meisterhaft. Nachträgliche Korrekturen mit Deckweiß sucht man in ihren farbenfrohen Bildern vergebens.

Während sie in der Rathausgalerie überwiegend Stillleben, Akte und Portraits präsentiert, sind in der Kulturscheune Landschaftsbilder, Stadtansichten sowie Tierbilder zu bewundern. Zur Einführung sprach Ullmers Lebensgefährte und Kollege Peter Henne. Er begann mit ihrer künstlerischen Biographie: Ab 1993 wandte sie sich verstärkt der Malerei zu und Besuchte Kurse von namhaften zeitgenössischen Malern aus Deutschland, Österreich und England. Seit 1996 konzentrierte sie sich weitgehend auf Wasserfarben. Erfolge verzeichnete Ullmer bei zahlreichen Ausstellungen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe und die Stadt Weinheim haben Bilder von ihr gekauft.

Oft widmet sich Ullmer italienischen Motiven, etwa bei „Italienische Gasse“, „Malcesine“, „Venedig“ oder „Castell Brenzone“. Ebenso faszinieren sie Tiere, oftmals Pferde, – meist in sehr dynamischen Bewegungen gemalt. Dazu gehören etwa die Werke „Galopp“, „Polospiel“ oder „Sulky Rennen“.

Der fließende Übergang der Farbflächen verleiht Ullmers gegenständlicher Kunst eine Lebendigkeit, die fast zufällig zu entstehen scheint. Die Leichtigkeit und Sinnlichkeit ihrer Bilder lässt beim Betrachter so manches mal Assoziationen zu den Werken von William Turner aufkommen, zum Beispiel bei „Seeufer“.Wem die Schau gefällt, der kann sich auch vom 11. bis zum 30. Oktober eine Ausstellung mit Ullmers Stillleben im Kunstverein Ladenburg ansehen.

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