Viernheim

Club der Gemütlichen Stadtprinzessin Melanie I. übernimmt das Zepter in der fünften Jahreszeit / Engagierte Brandschützerin

Fastnacht mit Feuer und Flamme

Archivartikel

Viernheim.Melanie I. von Feuer und Flamme heißt die Viernheimer Stadtprinzessin der Kampagne 2019/2020. Der Club der Gemütlichen (CdG) stellte am Donnerstagabend seine neue Prinzessin vor. Und die hat reichlich hoheitliche Erfahrung, denn sowohl ihre Mutter als auch ihre Schwester regierten schon die Narren.

Vor 26 Jahren kam die damals achtjährige Melanie Werle zum CdG. Ihre Mutter Etel wurde in der Kampagne 1993/1994 als Prinzessin Etel I. von Pergolien inthronisiert, die Töchter Melanie und Stephanie begannen mit dem Tanzen in der Mini-Garde. „Irgendwann werdet ihr beiden auch mal Prinzessin“, da seien sich die damaligen Elferräte sicher gewesen. Vorerst tanzten die Schwestern in der Junior-Garde weiter. „Dann machte mein Knie nicht mehr mit, und ich musste aufhören“, erinnert sich Melanie.

Familiäre Tradition

Der Kontakt zu den Fastnachtern riss ein wenig ab, Melanie wurde Mutter, heiratete, zog von Viernheim nach Birkenau. Vor vier Jahren bestieg dann ihre jüngere Schwester als Stephanie II. von Justizia den Thron bei den Gemütlichen. Kurz darauf war das zweite Kind unterwegs: „Und da hatte ich die Prinzessin wirklich nicht mehr auf dem Schirm“, gibt die heute 34-jährige Melanie Schneider zu. Trotzdem musste sie im vergangenen Jahr keine Sekunde überlegen, als der Anruf vom CdG kam: „Ich habe zugesagt, bevor die Frage überhaupt ausgesprochen wurde.“

Einen Großteil der vergangenen Kampagne hat Melanie also mit dem Wissen erlebt, dass sie die nächste Prinzessin sein wird. „Man achtet dann auf viel mehr Kleinigkeiten und Details“, hat sie dabei gemerkt. Besonders die Roben der Lieblichkeiten wird sie unter die Lupe genommen haben, damit sie für sich die perfekte Wahl treffen kann. Und obwohl sie mit 1,80 Meter Körperlänge eher zu den größeren Damen gehört, hat sie im Frühjahr und Sommer wundervolle Roben für ihr neues Amt gefunden.

Die wurden beim Fototermin auf der Wachenburg ins rechte Licht gerückt, dazu kamen erste Treffen mit dem Präsidenten. Und in dieser Woche lernte Melanie I. auch die Mitglieder ihres Elferrats kennen, denn bis dahin war es wirklich ein Geheimnis, wer die neue Prinzessin werden würde.

Durchgesickert war nur, dass sie eine große Leidenschaft hat: die Feuerwehr, was auch ihren närrischen Namen „von Feuer und Flamme“ erklärt. „Ja, ich bin eine richtige Feuerwehrfrau“, sagt Melanie stolz, „in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Birkenau“.

In den kommenden Wochen muss Melanie Schneider also die Familie mit den beiden Töchtern, den Beruf als Verwaltungsfachangestellte bei der Gesellschaft für diakonische Entwicklung in Darmstadt und das Feuerwehr-Ehrenamt mit ihren närrischen Terminen vereinbaren – keine leichte Aufgabe, das weiß die Prinzessin. „Aber mein Mann und meine Familie unterstützen mich enorm, und auf meine Freunde kann ich mich auch verlassen.“

Nach der Vorstellung der neuen Regentin am Donnerstagabend steht der erste Höhepunkt der Kampagne am Samstag, 16. November, an. Dann wird Melanie Schneider als Stadtprinzessin Melanie I. von Feuer und Flamme inthronisiert.

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