Viernheim

Mitgliederversammlung Stadtbrandinspektor Michael Ahnert blickt auf das Jahr 2019 zurück

Feuerwehr rückt 375 Mal aus

Archivartikel

Viernheim.Bei den jüngsten Mitgliederversammlungen des Feuerwehrvereins und der Einsatzabteilung wurden Rechenschaftsberichte abgegeben und langjährige Mitglieder für ihre Vereinstreue geehrt. Vorstandswahlen standen nicht auf dem Programm.

Bei der Versammlung der Einsatzabteilung konnte Viernheims Stadtbrandinspektor Michael Ahnert stattliche Zahlen vorlegen. Demnach hatten die 66 Feuerwehrkräfte insgesamt 375 Einsätze zu bewältigen. Nur 20 Prozent davon waren Brände, jeder zehnte Alarm war fehlerhaft ausgelöst worden. Zu den Einsätzen zählten auch Hilfeleistung wie die Bewässerung der städtischen Grünflächen, wobei 86 600 Liter Wasser verbraucht wurden. Einen verletzten Kameraden gab es zu beklagen, der nach einem Knochenbruch immer noch nicht einsatzbereit ist.

Ahnert sprach unter anderem auch über zahlreiche Unfälle auf den Autobahnen. Daneben half die Feuerwehr einer verzweifelten Mutter und einem Kind, das seine Hand in einem Spielzeugauto eingeklemmt hatte. Auf der Wache wurde das Problem mit einem Seitenschneider schnell und professionell gelöst. „Das Kind wurde mit Gummibärchen ruhig gestellt“, verriet der Stadtbrandinspektor ein „medizinisches“ Geheimnis.

Während sich die technische Ausstattung verbessert hat und 2020 unter anderem durch eine neue große Drehleiter weiter verbessert werden soll, seien die Personalzahlen an der Grenze der Belastbarkeit. Jedoch gebe es viele Interessenten bei der Kinder- und der Jugendfeuerwehr. Demnächst soll zudem die Infrastruktur aus dem Feuerwehrgelände durch den Bau einer eigenen Unterkunft für die angehenden Feuerwehrleute verbessert werden. „Wir hoffen auf den ersten Spatenstich im ersten Quartal dieses Jahres“, kann es Ahnert kaum abwarten. Es gibt auch einen neuen Stadtjugendfeuerwehrwart. Nachdem Christoph Hisge das Amt zur Verfügung gestellt hatte, wurde Dominik Benz einstimmig zum Nachfolger gewählt.

Lob gab es vom Viernheimer Feuerwehrchef für die Zusammenarbeit mit den Wehren der Region, ganz besonders aber für das Zusammenspiel in der Arbeitsgemeinschaft Viernheimer Hilfsorganisationen (AVH). „Da wird nicht nur professionell gearbeitet, es wird auch gerne gefeiert, wobei sogar Freundschaften entstanden sind.“ Auch Erster Stadtrat Bastian Kempf sparte nicht mit Lob für die ehrenamtlich Tätigen, die ihre Freizeit für die Mitbürger opfern: „Ich war bei der Großübung vom Eingang des Notrufs über die Anfahrt im Feuerwehrauto bis zum Ende dabei und von dem reibungslosen Ablauf der Hilfsmaßnahmen begeistert.“

Kassenprüfer bestätigt

Bei der anschließenden Versammlung des Feuerwehrvereins wurden die beiden Kassenprüfer Kai Simon und Christoph Hisge in ihren Ämtern bestätigt. Nach den Berichten des Ersten Vorsitzenden Heinz Schlosser und des Schatzmeisters erfolgte die Entlastung des Vorstands ohne Gegenstimme. Der Verein verfügt derzeit über 388 Mitglieder, Tendenz leicht steigend. Schlosser blickte auf zahlreiche Aktivitäten wie das Maifest, ein Zeltlager und die Teilnahme am Weihnachtsmarkt zurück und listete auch die Projekte auf, bei denen der Verein die Einsatzabteilung und den Nachwuchs unterstützte.

Daneben ehrte der Feuerwehrverein mehrere Mitglieder: Für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielt Gerhard Will eine Urkunde und einen Präsentkorb. Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre Vereinstreue gingen an Günter Wolk, Horst Winkenbach, Ingo Schwab und Wolfgang Häfner, dazu gab es Weinpräsente. Seit zehn Jahren sind Christoph Sax, Cornelia Herrmann, Daniel Werner, Gerda Kempf, René Larionovs, Roswitha Effler, Sabrina Müller, Sandra Bugert, Sebastian Thomas, Verena Fetsch und Wilma Schlosser im Feuerwehrverein.

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