Viernheim

Hauptversammlung Förderverein St. Aposteln steuert mehr als 44 000 Euro zur Sanierung der Kirche bei

Finanzielle und tatkräftige Hilfe

Viernheim.Seit seiner Gründung im Jahr 1996 hat der Förderverein St. Aposteln der Gemeinde rund 930 000 Euro für die Renovierung der im September 1900 geweihten Apostelkirche zur Verfügung gestellt. Pro Jahr ergibt dies eine durchschnittliche Summe von 40 425 Euro. Diese Zahlen präsentierte Erster Vorsitzender Jürgen Gutperle in seinem Rechenschaftsbericht bei der Mitgliederversammlung des Vereins.

Nach der Altarweihe am 20. Januar dieses Jahres durch Bischof Peter Kohlgraf ist nun ein Ende der Renovierungs- und Umbauarbeiten abzusehen. Aus diesem Anlass empfing Pfarrer Ronald Givens die Mitglieder zunächst zu einer Führung in der Kirche. Ausgehend von der Altarinsel, die sich nun zentral im Mittelschiff befindet, erläuterte der Pfarrer die praktischen, liturgischen und theologischen Prinzipien, die der Neugestaltung zugrunde lagen.

Das Taufbecken, das früher in der Taufkapelle stand, wurde ebenso wie der Altar und der Ambo, das Lesepult, in der Mitte der Kirche angeordnet. Hierdurch sind sie für alle Gottesdienstbesucher gleichermaßen gut sichtbar. Wesentliche Neuerungen des Umbaus sind die Wandtemperierung, das noch einzurichtende Pfarrbüro in der ehemaligen Taufkapelle, ein Kinderspielraum, ein neuer Beichtstuhl, ein Lager für 450 Stühle und eine Toilettenanlage. Darüber hinaus wurde der Seitenaltar renoviert, eine Glaswand als Ort der stillen Einkehr errichtet und die Statue der Mutter Gottes an zentraler Stelle platziert.

Pfarrer Givens bedankte sich am Ende der Führung ausdrücklich beim Förderverein für die Finanzierung wichtiger Teilbereiche, zum Beispiel die neue Elektroanlage, und die aktive Mithilfe bei den Renovierungsarbeiten. Nach der Führung wurde die Mitgliederversammlung im Kettelerheim fortgesetzt. In seinem Bericht ließ Gutperle die Aktivitäten des Vereins im Jahr 2018 Revue passieren. Als besonderen Höhepunkt nannte er die Aufführung des Musicals „Anatevka“ durch die Apostelspielschar. Zu den drei Aufführungen an den Pfingstfeiertagen waren mehr als 1000 Besucher gekommen. Dies sei nicht nur ein großer Erfolg für die Apostelspielschar, sondern auch ein großer finanzieller Erfolg für den Förderverein St. Aposteln gewesen, so Gutperle.

Beim Stadtfest aktiv

Am Viernheimer Stadtfest im Juni 2018 beteiligte sich der Verein mit einem Stand im Pfarrgarten, und beim Weihnachtsmarkt war er mit zwei Buden vertreten. Turnusgemäß fanden jeweils am ersten Dienstag des Monats – nach einem Gottesdienst in der AMS-Kapelle – die Stammtische im Brauhaus statt. Der Jahresausflug führte im Oktober vergangenen Jahres in ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster bei Aulhausen mit anschließender Schifffahrt und einer Wanderung nach Rüdesheim.

Im Jahr 2018 seien mehr als 44 000 Euro an die Pfarrgemeinde Johannes XXIII. geflossen, berichtete Gutperle. Genutzt wurde das Geld hauptsächlich für das Kirchendach, die Regenwasserableitung und die Wandtemperierung. Der Verein habe bereits Zusagen für mehr als 50 000 Euro im Jahr 2019 gemacht. Das Geld ist für Maler-und Verputzarbeiten, Türen, Windfänge und den Muttergottesaltar vorgesehen.

In seinem Ausblick wies Gutperle unter anderem auf die Aufführung der Operette „Frau Luna“ durch die Apostelspielschar hin. Zu sehen ist das Stück vom 8. bis 10. Juni im Pfarrgarten. Nach dem positiven Bericht des Kassenwarts Hermann Winkenbach und des Kassenprüfers Werner Epp wurde der Vorstand einstimmig entlastet. kos

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