Viernheim

Gesellschaft Lenkungskreis Integration stellt Aktionen während der Wochen gegen Rassismus vor / Schwerpunkttag im katholischen Sozialzentrum am 19. März

Flagge zeigen gegen Fremdenfeindlichkeit

Viernheim.Etliche Viernheimer Organisationen beteiligen sich an den Wochen gegen Rassismus, die kurzfristig vom Lenkungskreis Integration der Stadt organisiert worden sind. Gemeindereferent Herbert Kohl von der Pfarrei St. Hildegard-St. Michael und der Aktion „Ich bin ein Viernheimer“ hatte mit Anne Zingl vom Tafelladen im Katholischen Sozialzentrum getrommelt und für eine Beteiligung geworben. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus gehen noch bis zum 24. März und sollen nach Kohls Worten im Vorfeld der Europawahl am 26. Mai zur Stellung gegen rechtsextreme Parteien aufrufen.

Viele Sympathiebekundungen

Mit im Boot sind der Verein Lernmobil, das Kunsthaus, die evangelische Christuskirchengemeinde und die Freie evangelische Gemeinde, das Forum der Religionen, der Ausländerbeirat der Stadt und die Sultan Ahmet Moschee von Milli Görüs. Deren Mitglieder pflanzen mit dem Forum der Religionen einen Baum unter dem Motto „Grün statt Braun“. Pfarrer Klaus Traxler geht das Gerede der Rechtsradikalen „auf den Keks, wenn die vom christlichen Abendland schwafeln und gar nicht wissen, was damit gemeint ist.“ Von anderen Gemeinden kamen keine Rückmeldungen oder Sympathiebekundungen.

Im Tafelladen werden am 19. März Kunden Blumen bekommen, die sie an andere Kunden weitergeben sollen, erklärt Zingl. Manche Nationalitäten kämen nicht so gut miteinander zurecht und sollten ins Gespräch kommen. Kohl wird um 14.30 und um 15.30 Uhr aus dem Buch „Menschenrechte als Menschenpflichten“ lesen und darüber diskutieren, dazu gibt es Gebäck und Kaffee. Auf einer großen Schreibtafel sollen die Menschen den Nachmittag Zeit haben, ihre Wünsche für eine Welt ohne Rassismus und für eine gute Gesellschaft zu notieren.

In den Erwachsenenkursen des Lernmobils wird genauso wie im Hort und in der Kinderbetreuung das Thema Rassismus erörtert, erklärt Larysa Kay-Kulakowksi. Der Viernheimer Ausländerbeauftragte Muzaffer Karagöz ist ebenfalls beim Lernmobil engagiert und will die Geschichte „Viertelland“ von Gina Ruck-Pauquet im Familienprogramm am kommenden Wochenende thematisieren.

Das Kunsthaus wird am Samstag, 23. März, ab 11 Uhr eine mehrsprachige Führung durch die aktuelle Ausstellung anbieten. Diese hat Claus Bunte mit Rina Atris von der Fröbel-Schule organisiert.

Die Freie evangelische Gemeinde (FeG) sieht im Papierschöpfen einen kreativen Ausdruck der Vielfalt, die in ihr herrscht. Cordula Hilgert betreut diese Workshops, eine Anmeldung ist erwünscht unter der E-Mail hilgertcordula@gmail.com oder Telefon 0176/38 29 74 86. bur

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional