Viernheim

Kultur Kunstverein besteht seit 20 Jahren / Musikalische Darbietungen umrahmen Feierstunde / Performance-Künstler beeindrucken die Besucher

Fotografien erinnern an erfolgreiche Ausstellungen

Archivartikel

Viernheim.Aller Anfang ist schwer – das galt einst auch für die Gründer des Viernheimer Kunstvereins. Doch nach zwei Jahrzehnten kontinuierlicher Arbeit können der Vorsitzende Fritz Stier und dessen Stellvertreter Claus Bunte nun zufrieden feststellen, sich in der Stadt und auch über die Grenzen der Region hinaus etabliert zu haben. Mit einem Sommerfest feierte der Kunstverein nun am Samstagnachmittag im Kunsthaus sein 20-jähriges Bestehen. Dabei konnten die Besucher sich über Live-Musik, Performance-Künstler, Kaffee und Kuchen sowie einen Rückblick auf die Höhepunkte der vielen Ausstellungen freuen.

Zu Beginn präsentierte der Kunstverein seine Ausstellungen noch ausschließlich im Gewölbekeller in der Hügelstraße. So gehörte die bekannte Konzeptkünstlerin Margret Eicher zu den ersten Künstlern, die ihre Werke bei Ausstellungen des Kunstvereins präsentierten. Eicher zeigte dem Publikum im Gewölbekeller damals dreidimensionale Putten, die sie an der Decke fixiert hatte.

Auf außergewöhnlich große Resonanz stieß im Jahr 2005 die Videoinstallation „Scanner“ des tschechischen Künstlers Pavel Mrkus, die vom Kunstmagazin „art“ zu einer der 100 wichtigsten Ausstellungen weltweit gekürt wurde. Entscheidend für den Erfolg des Kunstvereins waren in der Vergangenheit die guten Kontakte des Mannheimer Videokünstlers und Vereinsvorsitzenden Fritz Stier, der viele namhafte Künstler für Ausstellungen in Viernheim gewinnen konnte. Seit 2006 nutzen die Organisatoren hauptsächlich das Kunsthaus in der Rathausstraße, das sie mitkonzipiert und mitbegründet haben.

Kooperation mit Jugendlichen

Das Engagement von Claus Bunte, der bei der städtischen Jugendförderung tätig ist, ermöglichte dem Kunstverein Kooperationen mit Kindern und Jugendlichen. So versteht der Verein Kunst durchaus als Angebot für alle Generationen. Erst im Frühjahr dieses Jahres veranstaltete der Kunstverein mit vier Jugendlichen eine mehrsprachige Führung durch die Ausstellung „Interferenzen“ des Bildhauers Tom Feritsch. Die Schülerinnen präsentierten die Werke dabei in ihrer jeweiligen zweiten Muttersprache. Die Führung war Teil der Internationalen Wochen gegen Rassismus und sollte auch Mitbürgern ohne gute Deutschkenntnisse den Zugang zur Kunst ermöglichen.

Bei der Feier im Kunsthaus wartete ein reichhaltiges Kuchenbuffet auf die Gäste. Außerdem standen ein Eiswagen und ein Kaffeemobil in der Fußgängerzone. Der Frauenchor Music 4 Future unter der Leitung von Anne Knapp sang bekannte Titel wie „Bohemian Rhapsody“ von Queen oder „Jolene“ von The Boss Hoss. Darüber hinaus begeisterten Nico Arnold am Piano sowie Sopranistin Merit Eiermann mit ihren Darbietungen in den Räumen des Kunsthauses. Gitarrist Julian Thome und Akkordeonist Laurent Leroi leisteten ebenso ihre Beiträge zum musikalischen Rahmenprogramm.

Dieter Augstein zeichnete Porträtkarikaturen, daneben gab es Performances der Künstler Silvia Szabó, Illig und Illig, Johanna Baumgärtel und Werner Degreif. Außerdem konnten die Besucher bei einer Diashow die schönsten Ausstellungen der vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren lassen. fds

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