Viernheim

Wettbewerb Zwei weibliche und ein männlicher Sieger beim Tischkegelturnier des MGV 1846 / Seit 15 Jahren bei Sängern beliebt

Frauen „kegeln“ Männer vom Tisch

Archivartikel

Viernheim.Das Tischkegelturnier beim MGV 1846 ist fest in Frauenhand – nachdem es im vergangenen Jahr schon eine Siegerin gegeben hatte, setzt sich nun Nicole Kroworsch im Frauen-Finale gegen Jutta Winkler durch. Die Ehre der Männer hält Oliver Keil hoch, der sich den dritten Platz gegen Petra Reuter-Schäfer holt und ein weibliches Siegertreppchen verhindert.

MGV-Sänger Otto Hofmann hatte das Tischkegeln einst im Urlaub entdeckt. Dabei wird nicht auf einer Bahn gespielt, sondern die Kegel stehen auf einem Holzgestell und werden mit einem Pendel umgeworfen. Erst wird die Schnur mit der schweren Kugel schwungvoll um den Pfosten gedreht, beim Abwickeln wirft sie die Kegel um. Das Spiel brachte Hofmann nach Viernheim und veranstaltete vor 15 Jahren das erste Turnier für die Sänger. Vom Hofmannschen Garten ist der Verein diesmal in das Vereinshaus umgezogen, unter Sonnenschirmen wird auf der Terrasse an vier Tischen gespielt. 20 Teilnehmer wollen ihr Talent beweisen und spielen die Vorrunde aus. MGV-Kassenwart Matthias Berndt tauscht immer wieder die Spielergeräte, damit für alle die gleichen Bedingungen herrschen. Jeder Spieler hat zehn Versuche pro Runde, die Ergebnisse werden addiert.

Dabei zeigt sich schnell, dass die Frauen das geschicktere Händchen haben. Reihenweise müssen die Sänger sich geschlagen geben, gleich drei Frauen kommen ins Halbfinale. Drei Durchgänge werden gespielt und die Punkte zusammengezählt. Nicole Kroworsch „kegelt“ sich gegen Oliver Keil direkt ins Finale, ein paar Meter weiter hat Jutta Winkler das bessere Händchen gegen Petra Reuter-Schäfer. Angefeuert von seinen Sangeskameraden schafft Keil im Spiel um Platz drei mehr Punkte als Reuter-Schäfer und erklimmt das Siegertreppchen.

Das Endspiel zwischen Nicole Kroworsch und Jutta Winkler ist zuerst lang sehr knapp. Aber im dritten Durchgang leistet sich Winkler einen „Hubschrauber“ – eine Nullrunde. Kroworsch sichert sich schließlich den Sieg. Von Geschäftsführer Franz Martin gibt es bei der Siegerehrung den Wanderpokal – einst von Jupp Kreutzer handgeschnitzt – für die strahlende Siegerin des 15. MGV-Tischkegelturniers. su

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