Viernheim

Fußball-Kreisklasse A Blau-Grün gewinnt bei der SG mit 1:0

Frühes Tor bringt im Derby die Entscheidung

Archivartikel

Viernheim.„Derbysieger, Derbysieger – hey, hey“ sangen die Gästekicker nach dem späten Schlusspfiff im A-Liga-Lokalderby zwischen der SG Viernheim und dem TSV Amicitia II. Mit dem knappsten aller Ergebnisse entführten die Blaugrünen drei Punkte aus dem Familiensportpark. Der Treffer zum 0:1 fiel dabei schon in der siebten Minute durch ein Eigentor der Hausherren. Noah Deuser war in der unübersichtlichen Situation nach einem Freistoß als Letzter am Ball.

Dabei war die SG vor Beginn als Favorit gehandelt worden, denn der Lokalrivale TSV Amicitia musste nach einer langen Durststrecke immer noch mehrere Akteure ersetzen. „Umso wichtiger war es, dass wir als Einheit auftreten und in erster Linie in der Defensive gut stehen. Das ist uns gelungen, weil wir vorne bei der Führung das nötige Glück hatten und erstmals in dieser Saison keinen Gegentreffer kassiert haben“, freute sich Trainer Karsten Welle über den „Auswärtssieg“.

Während die Orangenen fast in Bestbesetzung antreten konnten, mussten sich die Blaugrünen bei der Privatmannschaft und der A-Jugend bedienen. Kristian Krastev, Tim Achilles und Stefan Aleksiev stellten sich allerdings nicht als Ersatz, sondern als Verstärkungen heraus. Auch die frühen verletzungsbedingten Ausfälle von Jonas Gruschka und Manuel Fleischmann konnten kompensiert werden. Zudem erwischte Torhüter Patrice Partsch einen Sahnetag, er hielt mit mehreren tollen Reaktionen seinen Kasten sauber.

Hektisch, aber nie unfair

Enttäuschte Gesichter natürlich aufseiten der SG, die sich mit einem Heimsieg vom Tabellenende absetzen wollte. Jede Menge Ballbesitz reichte aber nicht aus, um gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste zu punkten. Allzu viele Torchancen konnten sich Lebsir und Co. nicht herausspielen. Fast immer waren es Standardsituationen, die für Gefahr sorgten. Schon früh stellte sich bei der SG Viernheim auch eine gewisse Unzufriedenheit ein, was an zwei Gelben Karten wegen Meckerns festgemacht werden konnte.

Die hektische, aber nie unfaire Partie wurde von Schiedrichter Lange recht großzügig geleitet. Zweimal landete der Ball im Gästetor, zuvor aber war jeweils der Abseitspfiff des Unparteiischen ertönt. In den Schlussminuten war SG-Abwehrchef Daniel Jeremic nur noch im Sturm zu finden. Dabei vergab der Routinier die beste Chance, als er aus wenigen Metern an Partsch scheiterte (75.). Die letzte Möglichkeit war ein 20-Meter-Freistoß, den Jeremic aber über das Tor setzte. JR

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