Viernheim

Feuerwehr Erster Stadtrat übergibt Löschgruppenfahrzeug an Einsatzabteilung / Großer Wassertank und viel Technik an Bord

Für den Ernstfall gerüstet

viernheim.Große Zufriedenheit herrschte am Mittwochabend im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Erster Stadtrat Jens Bolze übergab den Viernheimer Brandschützern ein nagelneues Löschgruppenfahrzeug LF20. „Da ist Euer Auto, so wie Ihr es gewollt habt. Da gibt es jetzt nichts mehr zu meckern“, freute sich Stadtbrandinspektor Michael Ahnert mit seinen Kameraden über die Modernisierung des Fuhrparks, nachdem er die Schlüssel übernommen hatte.

An der Fahrzeugübergabe nahmen unter anderem Stadtverordnetenvorsteher Norbert Schübeler, Vertreter der Fraktionen und des Magistrats sowie Führungskräfte der Feuerwehren aus Lampertheim, Ladenburg, Heddesheim, Heppenheim und Hüttenfeld teil. Für die Arbeitsgemeinschaft Viernheimer Hilfsorganisationen (AVH) waren Mitglieder des Technischen Hilfswerks, der Malteser, der Johanniter, von DRK und DLRG vor Ort. Sie alle nutzen die Gelegenheit, das Fahrzeug zu inspizieren.

Heckenbrand gelöscht

Seine Feuertaufe hatte das auf die Viernheimer Verhältnisse zugeschnittene Löschgruppenfahrzeug schon wenige Tage zuvor bestanden, als es bei einem Waschmaschinenbrand in der Waldstraße zum Einsatz kam. Und auch am Mittwochabend mussten die Einsatzkräfte kurz nach dem Festakt ausrücken, um in der Heppenheimer Straße einen Heckenbrand zu löschen. Dabei zahlte es sich aus, dass sich die Mitglieder der Einsatzabteilung zuvor intensiv mit dem neuen Auto vertraut gemacht hatten.

Vor mehr als zwei Jahren hatte die Feuerwehr auf die Notwendigkeit einer Ersatzbeschaffung für das alte Löschgruppenfahrzeug LF16 aus dem Jahr 1987 hingewiesen. Anschließend galt es, die Finanzierung zu sichern und die Ausstattung zusammenzustellen. Die Verantwortlichen achteten dabei auf die besonderen Bedürfnisse der Viernheimer Wehr. „Wir brauchen hier kein Allrad, werden damit auch nicht auf Einsätze im Wald oder auf den Autobahnen ausrücken“, betonte Stadtbrandinspektor Ahnert.

Im Vergleich zum alten Fahrzeug steht den Einsatzkräften nun auch mehr Platz zur Verfügung. Mit einem Zuschuss von knapp 79 000 Euro unterstützte das Land Hessen die Anschaffung, insgesamt beliefen sich die Kosten auf 417 000 Euro. Das Fahrzeug verfügt über einen 290 PS starken Motor, an Bord sind neben zahlreichen technischen Geräten auch 200 Liter Löschschaum. In den Wassertank passen insgesamt 2000 Liter. Die Pumpe hat eine Kapazität von 3000 Litern pro Minute.

Im Anschluss an die Fahrzeugübergabe gab es einen Umtrunk mit Imbiss im Gerätehaus. Auch auf das kommende Jahr freuen sich die Feuerwehrleute. Dann soll die neue große Drehleiter in Dienst gestellt werden. Außerdem stehen Baumaßnahmen für den Nachwuchs und die Erweiterung des Gerätehauses auf dem Programm.

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