Viernheim

Fußball Abteilungsleiter Ralf Schmitt vom TSV Amicitia Viernheim richtet Blick in die Zukunft

Ganz neue Strukturen schaffen

Viernheim.Der erste Schritt ist gemacht. Zum Trainingsauftakt der Fußballer des TSV Amicitia Viernheim standen am vergangenen Sonntag fast 50 Kicker auf dem Hauptspielfeld des Waldstadions. Damit ist sichergestellt, dass die Blaugrünen für die neue Saison mühelos zwei Mannschaften stellen können. – Wir berichteten.

Das ist aber nur ein Teil der intensiven Arbeit, die von den Verantwortlichen in den vergangenen Monaten geleistet wurde. Allen voran der neue Abteilungsleiter Ralf Schmitt, der seit seinem Amtsantritt schon einige Dinge in die Wege leiten konnte.

„Es müssen ganz neue Strukturen geschaffen werden. Dabei waren die Bedingungen bei der Fusion mit gleich vier Herrenmannschaften, unter anderem in der Verbandsliga und der Landesliga, optimal“, erinnert sich der ehemalige Kicker der Spvgg. Amicitia und des FV 09 Weinheim. Derzeit ist er selbst noch als Schiedsrichter aktiv, hat die entsprechende Ausbildung zusammen mit seinem jüngsten Sohn Tobias gemacht. Lange zurückblicken will Schmitt allerdings nicht, denn es gibt viel zu tun bei den Blaugrünen.

Das fängt bei den Mannschaften der Senioren und der Jugend an, dazu kommt die Infrastruktur im Waldstadion. „Gerade hier im Waldstadion wurde doch einiges vernachlässigt“, so Schmitt.

Kunstrasenspielfeld geplant

Es ist geplant, auf lange Sicht auf dem Jugendrasen doch noch ein Kunstrasenspielfeld anzulegen. Zudem wird der seit zehn Jahren bestehende Kunstrasen irgendwann saniert werden müssen. „Hierfür werden natürlich jede Menge Eigenmittel benötigt,“ rechnet der Chef eines Kühltransportunternehmens vor. Auch am Umkleidetrakt muss etwas getan werden, was in Zusammenarbeit mit der Stadt bewerkstelligt werden soll. Dazu sind die Toiletten für die Zuschauer in einem unappetitlichen Zustand. Gespräche mit möglichen Mitarbeitern für die Stadionunterhaltung haben schon stattgefunden. Zudem muss kurzfristig der Spielbetrieb aller Mannschaften gewährleistet werden. Dazu zählen auch die Teams der Frauen und Mädchen.

„Zum ersten Punktspiel der ersten Mannschaft werden alle Fußballer und Fußballerinnen da sein, und die Teams werden vorgestellt. Wir müssen uns künftig als Einheit präsentieren. Schließlich nehmen wir mit gut 450 Kindern und Jugendlichen im Nachwuchsbereich der Stadt eine Menge Sozialarbeit ab.“ Ein weiteres Ziel ist es, neue Mitglieder und ehrenamtliche Helfer zu gewinnen, nachdem die Zahlen in den vergangenen Jahren stark rückläufig waren. Um zusätzliche Einnahmen zu generieren, wollen sich die Fußballer verstärkt auch neben dem Platz engagieren.

„Wir werden am Weihnachtsmarkt mitmachen, und an Pfingsten im kommenden Jahr 2019 ist zusammen mit der TSG 1862 /09 Weinheim ein großes internationales Jugendturnier mit knapp 100 Mannschaften geplant. Zudem müssen neue Sponsoren gewonnen werden. Ein Förderverein, der kurz vor seiner Gründung steht, soll ebenfalls helfen, die Herausforderungen zu schultern“, listet Ralf Schmitt noch weitere Aktivitäten auf, für die Unterstützung benötigt wird.

Wenn alles wie vorgesehen läuft, dann könne man in vier, fünf Jahren auch über einen Aufstieg in die Landesliga Rhein-Neckar nachdenken.

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