Viernheim

Bildung Humboldt-Schüler lernen, Gemüse anzubauen / Grundlage für Hochbeete / Zusammenarbeit mit städtischer Jugendförderung

Gartenprojekt erhält sechs Tonnen Muttererde

Archivartikel

Viernheim.Seit Ende des vergangenen Schuljahres besteht an der Alexander-von-Humboldt-Schule (AvH) ein Projekt, das Kindern zeigen soll, wie man von und mit der Natur leben kann. Kurz vor Weihnachten erhielt dieses Anliegen nun eine besondere Unterstützung. Wie die städtische Pressestelle am Montag mitteilte, lieferte das Erdbauunternehmen Reinhold König mit einem Lkw sechs Tonnen Muttererde. Diese soll als Grundlage für den Anbau von Gemüse sowie für Hochbeete dienen und beim Anlegen eines Waldgartens helfen.

Prinzipien beherzigen

Das Projekt an der AvH wird von der städtischen Jugendförderung im Stadtteilbüro Ost unterstützt. Es orientiert sich nach Angaben der Pressestelle an den Prinzipien des sogenannten Permakultur-Konzeptes: „Schütze die Erde mit ihren Tieren und Pflanzen – Hilf den Menschen – Begrenze deinen Konsum und teile, was du hast“. Diese Prinzipien versuchen die jungen Gärtner vor allem im Schulgarten, aber auch in der Klasse sowie im Alltag zu beherzigen.

Beim Abladen der Erde halfen Schüler einer fünften Ganztagsklasse, der Klasse 5a des Hauptschulzweigs und der Flüchtlingsklasse IK 1 sowie Kinder und Jugendliche der Villa Kunterbunt mit Schaufeln und Schubkarren. Die Erde kippte der Lkw direkt im Schulgarten ab. Es gibt bereits einen Plan dafür, wie sie dort verteilt werden soll. Unterstützung erhalten die jungen Gärtner von Manfred Gerber, dem Ersten Vorsitzenden des Vereins Freie Saaten, von Jugendförderer Lars Prechtl sowie von dem Verein Förderband Viernheim. Zu weiteren geplanten Projekten gehören laut städtischer Pressestelle unter anderem der Bau eines „grünen Klassenzimmers“, eine Ruheoase im Grünen, ein Insektenbiotop und eine Schutzzone für heimische Singvögel, eine Wetterstation und ein Kompostplatz.

Um das Projekt in allen geplanten Facetten umsetzen zu können, haben die Verantwortlichen einen Förderantrag für das Programm „Schulhofträume“ des Deutschen Kinderhilfswerk gestellt. „Im Moment sind wir dankbar über alle Sachspenden die uns helfen, unsere Bauvorhaben zu verwirklichen“, erklärt Lars Prechtl, der bereits Bruchsteine, Sand, aber auch Pflanzen und Saatgut als Spende entgegengenommen hat.

Die Viernheimer Betonbaufirma Villa Rocca unterstützt das Projekt mit Schalbrettern und entsprechenden Zuschnitten. So sollen Zaunelemente aus Weiden und individuelle Trittplatten gestaltet werden. red

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