Viernheim

Soziales Baugenossenschaft erhält Förderzusage des Landes

Geld für günstigeres Wohnen

Viernheim.. Durch eine Förderzusage des Landes Hessen ist es der Viernheimer Baugenossenschaft (BG) in diesem Jahr möglich, bis zu 50 Bestandswohnungen in öffentlich geförderte Wohnungen umzuwandeln. Das teilt die BG in einer Presseerklärung mit. Die Stadt Viernheim unterstützt das Vorhaben, so dass sich die Kaltmiete für den berechtigten Personenkreis von 7,50 auf fünf Euro pro Quadratmeter Wohnfläche reduziert. Einen entsprechenden Beschluss hat das Parlament bereits im vergangenen August gefasst.

Positiv überrascht zeigt sich der BG-Vorstand, da Viernheim rund 15 Prozent der gesamten für das Land zusagten Mittel erhalten soll. Die Förderdauer beläuft sich auf zehn Jahre. Die auf das gesamte Stadtgebiet verteilten Wohnungen stehen nur Mietern zur Verfügung, deren Einkommen eine bestimmte Grenze nicht überschreitet. „Hierbei kommt es nicht auf die Einkommensart, sondern ausschließlich auf die Höhe an“, betont die Baugenossenschaft. Wohnberechtigungsscheine können somit auch von Arbeitern und Angestellten mit kleinen sowie mittleren Einkommen oder auch Rentnern beantragt werden.

Antrag beim Sozialamt

Interessenten müssen laut BG beim Sozialamt einen Wohnberechtigungsschein und die Aufnahme auf die städtische Vorschlagsliste für die Belegung öffentlich geförderter Wohnungen beantragen. Erst wenn beides erfolgt sei, könnten die weiteren Schritte angegangen werden. Die Baugenossenschaft selbst nehme keine Bewerbungen entgegen, heißt es in der Mitteilung.

Die BG hatte im Juli beim Land Hessen die Aufnahme von 100 ungebundenen Bestandswohnungen in das Landesprogramm zur Förderung von sozialem Wohnraum beantragt. Allerdings ging die Kommune nicht davon aus, im kompletten Umfang zum Zuge zu kommen. Der einmalige Zuschuss des Landes beträgt 1,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche mal 120 Monate. Damit ist gleichzeitig die Miethöhe um 1,50 Euro unter der ortsüblichen Vergleichsmiete festgeschrieben.

Durch die Entscheidung der parlamentarischen Gremien wird die Stadt die Landesförderung um einen weiteren Euro pro Quadratmeter Wohnfläche aufstocken. Bei einer angenommenen Vergleichsmiete von 7,50 Euro reduziert sich der Mietpreis durch die beiden Förderungen auf fünf Euro.

Stadt zahlt gut 400 000 Euro

Für die 50 Einheiten mit einer Größe von durchschnittlich 68 Quadratmetern ergibt sich eine Fördersumme des Landes von 612 000 Euro. Die städtische Beteiligung beläuft sich auf 408 000 Euro. Gegenfinanziert werden soll die Summe über die Fehlbelegungsabgabe. Dabei handelt es sich um den Betrag, den ein Mieter einer staatlich geförderten Wohnung an eine Kommune zahlen muss, wenn sie ihm aufgrund seines Einkommens nicht mehr zusteht. Viernheim nimmt dadurch zurzeit rund 95 000 Euro jährlich ein. wk

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