Viernheim

Kirche Insgesamt 31 Kandidaten bewerben sich um einen Sitz in den Pfarrgemeinderäten von St. HiMi und Johannes XXIII.

Gemeinden wachsen zusammen

Viernheim.Fast 11 000 Katholiken sind aufgerufen, am 9. und 10. November einen neuen Pfarrgemeinderat in ihren Gemeinden zu wählen. In den Viernheimer Pfarreien ist die Kandidatensuche beendet, die Wahlunterlagen sind erstellt und verteilt, die Briefwahl läuft bereits.

Die Gemeinden Johannes XXIII. und St. Hildegard-St. Michael bilden zwar seit einem halben Jahr eine Pfarrgruppe, sind aber weiterhin eigenständige Pfarreien. Deshalb wird in beiden Pfarreien ein eigener Pfarrgemeinderat (PGR) mit jeweils zehn Mitgliedern gewählt. Getagt wird aber in gemeinsamen Sitzungen.

Die Wahlleiter Eva Lerch (Johannes XXIII.) und Thomas Teichmann (St. HiMi) informierten über die Vorbereitungen und den Modus der Wahl. „Der PGR ist gewissermaßen das Parlament der Gemeinde“, findet Thomas Teichmann. Im Pfarrgemeinderat sollen sich Pfarrer, Hauptamtliche und Laien über die Angelegenheiten der Gemeinde informieren, darüber beraten und gemeinsame Beschlüsse fassen.

Primäre Aufgabe der beiden neuen Räte wird es sein, die Pfarreien in der Pfarrgruppe zusammenzuführen, gleichzeitig zum „Pastoralen Weg“ im Bistum Mainz. Ein Großteil der Kandidaten hatte sich schnell bereit erklärt, den Weg in Viernheim und im Bistum mitgestalten zu wollen. „Wir haben jeweils eine gute Mischung an Kandidaten gefunden, die aus unterschiedlichen Gruppierungen der Pfarreien kommen“, meint Eva Lerch mit Blick auf die Kandidatenliste. In St. Hildegard-St. Michael haben sich 14 Personen aufstellen lassen, in Johannes XXIII. sind es 17 Gläubige. Etwa die Hälfte gehört schon den bisherigen Gremien an.

Jürgen Gutperle zieht sich zurück

Auf der Kandidatenliste von St. Hildegard-St. Michael fehlt ein prominenter Name: Der aktuelle Pfarrgemeinderatsvorsitzende Jürgen Gutperle stellt sich nicht wieder zur Wahl. „In den Gemeinden entwickelt sich etwas Neues. Ich sehe mich dabei als vorbelastet und will dieser Entwicklung nicht im Wege stehen“, sagt er mit Blick auf frühere Konflikte in der Pfarrei St. Aposteln. Nach 34 Jahren im PGR, davon 26 als Vorsitzender, zieht es ihn in die zweite Reihe. Gutperle will sich aber weiterhin als Vorsitzender des Fördervereins St. Aposteln und im Sozialzentrum engagieren. Beide Gemeinden haben sich für eine allgemeine Briefwahl entschieden, so dass die Gemeindemitglieder ihre Stimmzettel zu Hause ausfüllen können. Die Reihenfolge der Kandidaten auf dem Stimmzettel wurde per Los bestimmt. Maximal zehn Stimmen können vergeben werden. Die Wahlunterlagen – Informationsblatt, Wahlschein, Stimmzettel, Rücksendekuverts – wurden von ehrenamtlichen Helfern sortiert, kuvertiert und ausgetragen. Der ausgefüllte Stimmzettel wird in einen weißen Umschlag gesteckt, der zusammen mit dem unterschriebenen Wahlschein zurück an die Pfarrei geht. „Sie können nicht nur im zentralen Pfarrbüro in der Apostelkirche abgegeben, sondern in alle Briefkästen an den Pfarrhäusern eingeworfen werden“, betont Christine Teichmann vom Wahlvorstand. Zudem besteht die Möglichkeit, die Unterlagen direkt am Wahlwochenende persönlich abzugeben.

Das Pfarrbüro St. Hildegard ist dazu am Samstag, 9. November, von 17 bis 19 Uhr geöffnet und am Sonntag, 10. November, von 9.30 bis 11.30 Uhr. Von 17.30 bis 19.30 Uhr steht das Pfarrbüro St. Michael offen. Im Pfarr- und Jugendheim neben der Marienkirche gibt es samstags von 17 bis 20 Uhr die Möglichkeit der Abgabe und sonntags von 9.30 Uhr bis 13 Uhr im Kettelerheim. Um 13 Uhr endet für Johannes XXIII. die Wahl, anschließend werden die Stimmen ausgezählt. In St. HiMi startet der Auszählvorgang erst nach 19.30 Uhr.

Vier Mitglieder der künftigen Pfarrgemeinderäte stehen bereits fest: Die Jugendversammlung hat ihre Vertreter schon gewählt (wir berichteten). Zusammen mit den neu gewählten Pfarrgemeinderatsmitgliedern wird es die erste Aufgabe sein, einen Verwaltungsrat zu wählen, der für die Vermögensverwaltung der Gemeinden zuständig ist.

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