Viernheim

Jugendfeuer Kein Beschluss im Ausschuss für Neubau

Gerätehaus zu teuer

Viernheim.Die Jugendfeuerwehr wird auf ihre neue Unterkunft warten müssen: Der Haupt- und Finanzausschuss stellt keine weiteren 100 000 Euro für den Neubau bereit. Im Mai hatte der Bau- und Umweltausschuss die Entwurfsplanungen für einen Neubau diskutiert. Keine der vorgestellten Varianten wäre mit den 250 000 Euro ausgekommen, die im Haushaltsplan eingestellt sind. Eine Erhöhung der Mittel um 50 000 Euro lehnten die Parlamentarier damals ab und beschlossen eine Überarbeitung der Pläne: Der Raumbedarf sollte so verringert werden, dass die vorhandenen Haushaltsmittel ausreichen.

In der Sitzung am Donnerstag stellte die Verwaltung eine Vorlage vor, nach der der Neubau rund 350 000 Euro kosten wird; die fehlenden 100 000 Euro sollen im Investitionsprogramm 2019 verankert werden. „Mit den zusätzlichen Mitteln bekommt der Feuerwehrnachwuchs zeitnah seine Unterkunft“, erläuterte der Erste Stadtrat Jens Bolze. Ein Gesamtkonzept für das Feuerwehrareal, das auch die Erweiterung des Gerätehauses beinhaltet, würde eine knapp zweistellige Millionensumme kosten. „Der tatsächliche Raumbedarf wurde von der Feuerwehr konkretisiert“, so Bolze. Bastian Kempf (CDU) hakte nach: „Die Planungen vom Mai haben der Feuerwehr doch zugesagt. Warum reichen diese Entwürfe jetzt nicht mehr aus?“ Die Feuerwehr hatte sich für einen Fertighaus-Entwurf ausgesprochen mit 130 Quadratmetern Nutzfläche, großem Schulungsraum, Büro, Lager, Umkleiden, sanitären Anlagen und Pultdach. „Wenn die Feuerwehr nicht mit weniger Platz auskommt – warum plant man dann neu für 100 000 Euro mehr und geht nicht zu einem vorhandenen Entwurf zurück?“ fragte Kempf. Den Beschlussvorschlag zur Erhöhung der Hundesteuer lehnte der Haupt- und Finanzausschuss ab. su

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