Viernheim

Jubiläum Jahrgang 1942/43 feiert im Skistadl 75. Geburtstag / Norbert Hofmann blickt in seiner Festrede zurück

Glück der Goldenen Generation

Viernheim.Im festlich geschmückten Saal des Skistadls feierte der Jahrgang 1942/43 den 75. Geburtstag. Im Mittelpunkt des Jubiläums stand die Festrede: Jahrgangsmitglied Norbert Hofmann blickte dabei auf die vergangenen Jahrzehnte zurück. Mit der Botschaft "Hurra, wir leben noch", die er einem Lied der Sängerin Milva entnahm, beschrieb er das Glück der "Goldenen Generation".

"Wir haben allen Grund zur Freude und Zufriedenheit", sagte der frühere Viernheimer Bürgermeister und Landrat des Kreises Bergstraße mit Blick auf die lange Zeit, in der die Bevölkerung in Frieden leben konnte. Einen so dauerhaften Frieden habe es in der europäischen Geschichte noch nie gegeben. Als Folge des rasanten medizinischen Fortschritts erreichten die Menschen mittlerweile ein sehr hohes Lebensalter, erklärte Hofmann. Bei den technologischen Entwicklungen könnten die Eltern und Großeltern von ihren Kindern und Enkeln lernen. Es sei eine Chance, sich durch Aufgeschlossenheit und Offenheit für Neues jung zu halten. "Ich appelliere an uns: Wir sollten seltener an das denken, was uns fehlt, sondern immer an das, was wir haben", riet Norbert Hofmann seinen Jahrgangsfreunden. Das Betrachten alter Fotos sei der Weg zu glücklichen Erinnerungen.

Als Beispiele bedeutender Ereignisse der Vergangenheit nannte der ehemalige Viernheimer Bürgermeister unter anderem die Kerwe, die Feste der Kommunion und Konfirmation. Er erinnerte an die Waldheimat und an die "Grüne Gefahr" auf dem Waldsportplatz. Unvergessen geblieben seien auch besondere Fußballspiele. "Sogar Max Schmeling war einmal als Gast in Viernheim", erinnerte Hofmann bei seiner Rückschau an den berühmten Boxer. All diese Ereignisse hätten das Leben der Menschen geprägt.

Erinnerungen gepflegt würden nun auch bei Ausflügen und Treffen der Jahrgangsangehörigen. In diesem Zusammenhang erwähnte der Festredner jene Freunde, die wegen einer Krankheit nicht an der Feierstunde teilnehmen konnten. Ihnen wünschte Hofmann baldige Genesung. Sein besonderer Dank galt der Jahrgangssprecherin Helga Hannemann für deren großes Engagement bei der Planung der zahlreichen Veranstaltungen.

Internationale Melodien

"Wir sollten solidarisch sein mit denen, die nach uns kommen", wies Norbert Hofmann darauf hin, dass die Führungsrolle längst die Jüngeren übernommen hätten. Doch sollten die Senioren immer noch die Chance zu notwendigen kleinen Veränderungen erkennen. Dazu wünschte Norbert Hofmann seinen Freunden des Jahrgangs Mut, wie er in einem Gedicht von Elli Michler beschrieben wird.

Für den musikalischen Rahmen bei der Feierstunde sorgte Joachim Schäfer mit einer bunten Folge internationaler Melodien. Großen Anklang fand das reichhaltige Buffet sowie das Getränkeangebot im Skistadl. Zu Beginn des Abends hatte Jahrgangssprecherin Helga Hannemann die zahlreichen Gäste begrüßt. Sie dankte dem Stadl-Team mit Hermann und Uta Hanf, Georg und Hedi Broos sowie Renate Fifka für die Vorbereitung der Veranstaltung und informierte über die künftigen Termine des Jahrgangs.

Ein Gedenken an die verstorbenen Jahrgangsangehörigen findet am Sonntag, 29. Oktober, 14 Uhr, auf dem Friedhof Lorscher Straße statt. Zum traditionellen Adventskaffee trifft sich der Jahrgang am Sonntag, 10. Dezember, im Café Rall. Für September 2018 ist eine fünftägige Reise zum Walchsee im Tiroler Kaiserwinkl vorgesehen.

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