Viernheim

Justizministerin Politiker würdigen Christine Lambrecht

Gratulation zu einem „hohen Amt“

Archivartikel

Viernheim.In der Viernheimer Kommunalpolitik hat die politische Laufbahn von Christine Lambrecht (Bild) begonnen, jetzt wird die Sozialdemokratin Bundesjustizministerin. Sowohl ihre Mitstreiter als auch frühere Gegner gratulieren der 54-Jährigen zur neuen Aufgabe. Bürgermeister Matthias Baaß hat viele Erinnerungen an gemeinsame Juso-Aktionen gegen Wohnungsnotstand oder Rechtsextremismus. Von Beginn an sei Lambrechts Ziel die „große Politik“ gewesen, sagt Baaß. Das habe sie etwa mit dem Jurastudium und ihrer Tätigkeit als Rechtsanwältin zielstrebig verfolgt. Aus Sicht des Bürgermeisters übernimmt Christine Lambrecht „in einer schwierigen Phase der SPD ein sehr hohes Amt“.

Norbert Hofmann, früherer Viernheimer Bürgermeister und Bergsträßer Landrat, würdigt das „große politische Talent“ Lambrechts, das er schon in frühen Jahren erkannt und gefördert habe. Mit der Ernennung zur Bundesjustizministerin kröne sie nun ihre politische Laufbahn. „Sie wird ihre Arbeit gut machen“, ist sich Hofmann sicher.

Auf die „wertvollen Erfahrungen“, die Lambrecht in verschiedenen Funktionen auf Bundesebene gesammelt habe, weist SPD-Fraktionschef Daniel Schäfer hin. Dabei habe sie ihre Wurzeln nie vergessen und sei in der Viernheimer SPD nach wie vor „als Ratgeberin geschätzt“.

Der frühere Erste Stadtrat Viernheims, Martin Ringhof (CDU), spricht vom „Höhepunkt einer langen Politikerkarriere“ und einer „großen Ehre“ für Christine Lambrecht. Manfred Winkenbach (Grüne) erinnert sich, dass Lambrecht zu ihrer Zeit als Kommunalpolitikerin sehr aufgeschlossen gewesen sei „für das, was von grüner Seite kommt“. Auf Bundesebene hätte sich Winkenbach von der SPD-Politikerin aber ein stärkeres Eintreten für den Klimaschutz gewünscht.

Lambrecht machte 1984 an der AMS Abitur. Von 1985 bis 2001 war sie Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und ab 1997 bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Parlament Stadtverordnetenvorsteherin. 1998 zog sie für den Kreis Bergstraße in den Bundestag ein. Im März 2018 wurde sie zur Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium ernannt. wk (bild: pietsch)

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