Viernheim

Handball Oberliga Herren des TSV Amicitia Viernheim machen Favorit Willstätt den 32:27-Sieg lange schwer

Großer Kampfgeist reicht am Ende nicht

Archivartikel

Viernheim.Die Punkte müssen sie gegen andere Gegner holen: Gegen den Meisterschaftsanwärter TV Willstätt verloren die Viernheimer Handballer mit 29:35 (17:19). Aber der TSV Amicitia zeigte über 50 Minuten lang großen Kampfgeist gegen den Favoriten und musste sich erst in der Schlussphase endgültig geschlagen geben.

Mit dem TV Willstätt präsentierte sich eine echte Spitzenmannschaft in der Rudolf-Harbig-Halle. Die mit individuell starken Spielern gespickte Mannschaft machte mit ihrem fokussierten Auftreten deutlich, dass ihre Chancen zum Aufstieg in die 3. Liga nutzen will. Dennoch lieferte der TSV Amicitia zunächst ein offenes Spiel gegen die körperlich klar überlegenen „Willstätter Riesen“ ab.

Die Gäste gingen mit 0:2 in Führung und bauten den Vorsprung auf 3:7 aus. Der TSV Amicitia aber blieb dran und konnte nicht nur verkürzen, sondern durch fünf Treffer zum 8:8 ausgleichen. Die Gegner legten ab da immer einen Treffer vor, Viernheim egalisierte den Vorteil umgehend wieder. Beim 14:13 herrschte prächtige Stimmung in der Halle – die Jungs von Mirco Ritter führten gegen den Titelaspiranten. Doch Willstätt holte sich die Führung wieder zurück, und wenn der TSV Amicitia seinen letzten Angriff nicht verworfen hätte, wäre man mit ausgeglichenem Spielstand in die Kabinen gegangen. So konterte der TV noch zum 17:19-Pausenstand. Willstätt legte nach dem Seitenwechsel das 17:20 nach und hielt den Vorsprung fast konstant bei den drei Toren.

Der TSV Amicitia traf zwar zum Anschluss, kam aber eben nie näher als zwei Treffer heran. Der TV konnte sich aber auch nicht weiter absetzen – bis in die Schlussphase hinein. Nach dem 27:29 erzielten die Gäste drei Treffer in Folge und schraubten den Spielstand auf 27:32. Fünf Treffer Differenz waren dann zuviel, um den Rückstand in den verbleibenden Minuten noch aufzuholen.

Trainer Mirco Ritter konnte seiner Mannschaft denn auch keinen Vorwurf machen: „Sie haben kämpferisch gut dagegen gehalten.“ Dass es am Ende nicht für Punkte gereicht hat, ist kein Beinbruch. Denn die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt in der Oberliga muss der TSV Amicitia nicht gegen die Topteams holen, sondern gegen die Konkurrenz im Tabellenkeller. su

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